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Katastrophenschutz und St√ľtzpunkte

Die Feuerwehren Oberösterreichs - Der Kern der Katastrophenhilfe

Beste Ausbildung, moderne Ausr√ľstung, Einsatzbereitschaft und nicht zuletzt die vielen ehrenamtlichen Feuerwehrmitglieder machen einen effektiven Katastrophenschutz in Ober√∂sterreich m√∂glich. Um unseren Mitb√ľrgern im Notfall bestm√∂glichen Schutz zu bieten, haben die Feuerwehren und der Landes-Feuerwehrverband den gesetzlichen Auftrag, an der Katastrophenhilfe vorbeugend und abwehrend mitzuwirken. Durch das fl√§chendeckende Netzwerk in Ober√∂sterreich kommt ihnen dabei eine leitende Funktion zu. Zus√§tzlich sind √ľber das ganze Land Feuerwehren mit St√ľtzpunktaufgaben und Sonderdienste mit speziellen Aufgaben verteilt. Sie k√∂nnen auch √ľberregional zu Eins√§tzen mit alarmiert werden. Dar√ľber hinaus bestehen in jedem Bezirk jederzeit abrufbare besondere und in andere Regionen verlagerbare Katastrophenschutzeinheiten. Das St√ľtzpunktwesen ist ein wichtiger Bestandteil des Katastrophenschutzes. 

Alarmiert werden die St√ľtzpunkte √ľber die Landeswarnzentrale nach Anforderung durch den √∂rtlichen Einsatzleiter oder direkt vom Disponenten, wenn dieser aus dem eingelangten Notruf bereits erkennen kann, dass der Einsatz Unterst√ľtzung durch Spezialger√§tschaften oder Einsatzunterst√ľtzung notwendig ist. In den Feuerwehren sind daf√ľr Sonderpaging-Gruppen eingerichtet und diese werden im Bedarfsfall ausgel√∂st.
 

H√∂henretter seilen sich von Ger√ľst ab

Ausbildung

Die St√ľtzpunktfeuerwehren werden speziell auf ihre Fahrzeuge, Aufgaben ausgebildet. Diese Ausbildungen werden in der O√∂. Landes-Feuerwehrschule von geschultem Fachpersonal durchgef√ľhrt.

Der Landes-Katastrophenschutz sorgt daf√ľr, dass Spezialger√§te und Spezialfahrzeuge √ľber das ganze Land verteilt sind und rasch alarmiert werden k√∂nnen.
Dazu gibt es in Ober√∂sterreich 24 St√ľtzpunktarten:

St√ľtzpunkte in Ober√∂sterreich

Atemschutzfahrzeug bei √úbung

Atemschutzfahrzeuge (ASF) wurden Anfang der 80er Jahre in s√§mtliche Bezirke verlagert. Sie dienen einerseits zur Hilfeleistung bei gr√∂√üeren technischen Hilfeleistungen als auch bei gr√∂√üeren Brandeins√§tzen. Zus√§tzlich zu Ersatzflaschen im Fahrzeug erm√∂glichen es Einbaugenerator und der Atemluftkompressor die verbrauchten Atemluftflaschen der Einsatzkr√§fte rasch und vor allem vor Ort wieder aufzuf√ľllen. Dadurch wird ein kontinuierlicher Einsatz erm√∂glicht. Auch im Tauchdienst findet das ASF seine Verwendung.

Die nachfolgend aufgelistete mitgef√ľhrte Ausr√ľstung erm√∂glicht es, diverse Sonderaufgaben zu erf√ľllen:

  • Stromversorgung √ľber fix eingebauten Notstromgenerator 30 kVA
  • Bef√ľllen von Atemluftflaschen bis 300 bar √ľber fix eingebauten Atemluftkompressor
  • Atemschutzger√§te mit Reserveflaschen (6 Garnituren)
  • Schutzanz√ľge Schutzstufe 2
  • Gasdichte Schutzanz√ľge Schutzstufe 3
  • W√§rmebildkamera
  • Ex-Meter und Gassp√ľrger√§t
  • Aufblasbares Schnelleinsatzzelt

AB Mulden geh√∂ren in das in den 2020er Jahren erstellten Logistikkonzeptes des O√∂. Landes-Feuerwehrverbandes. Zunehmende Aufgaben im Bereich Logistik machten diesen Schritt notwendig. Die wechselbaren Gro√üaufbauten erf√ľllen ihren Einsatzzweck vom Transport f√ľr L√∂schwasserbeh√§lter, Einsatzmitteln bis hin zu Abklingbecken bei KFZ-Br√§nden. F√ľr diese Quarant√§ne-Funktion wurden spezielle Mulden entwickelt, die zur Kontamination bzw. Quarant√§nema√ünahme von Elektrofahrzeugen dienen. Diese Fahrzeuge k√∂nnen in den Mulden abgestellt und √ľberwacht werden. Bei Brandentwicklung werden sie auch geflutet werden um die Fahrzeuge zu k√ľhlen.

Drei Anhängerwagen Logistik

Ehemalige Heuwehr-St√ľtzpunkte wurden mit einem neuen Aufgabenfeld betraut. Um Logistikaufgaben im Gro√üschadens- oder Katastrophenfall, aber auch um die steigenden Logistik- und Transportaufgaben in den Bezirken bew√§ltigen zu k√∂nnen, wurden 2022 insgesamt 3 ehemalige Heuwehrst√ľtzpunkte mit Tandemachsanh√§ngern mit Kofferaufbau ausgestattet. Durch die Ausstattung der neuen auflaufgebremsten Anh√§nger mit Auffahrtsrampen und Airline-Schienen f√ľr die Ladegutsicherung ist es m√∂glich, bis zu 6 Rollcontainer im Europaletten Format aber auch anderes Ladegut oder  Einsatzmittel mit einem Gesamtgewicht von bis zu 2 Tonnen zu transportieren. So ist es ab sofort auch m√∂glich, die neuen Logistik-St√ľtzpunkte f√ľr √ľber√∂rtliche Hilfseins√§tze heranzuziehen.

Drohne auf Landeplatz

Bereits seit sieben Jahren erprobte der O√∂. Landes-Feuerwehrverband und einzelne Feuerwehren den Einsatz von Drohnen. Beginnend mit 2019 wurde mit der Beschaffung und Organisation von St√ľtzpunkten mit Drohne durch die Abteilung Technik und Innovation begonnen. Gemeinsam mit der Abteilung Landes-Katastrophenschutz sind mittlerweile 18  Drohnen in drei unterschiedlichen Gr√∂√üen stationiert - in jedem Bezirk eine Drohne. Mit Stand Dezember 2023 konnten bereits √ľber 200 Drohnenpiloten den Drohnenlehrgang BOS 1 positiv absolvieren.

Folgende Einsatzzwecke sind f√ľr die Drohnen vorgesehen:

  • Feststellung der Einsatzlage
  • Darstellung der aktuellen Einsatzlage sowie Dokumentation derselben
  • Versorgung der Einsatzleitung mit Livebildern.
  • Aufsp√ľren von W√§rmequellen bzw. Glutnestern bei Br√§nden
  • Suche nach Menschen und Tieren √ľber optische oder w√§rmetechnische Eindr√ľcke
  • Kontaktaufnahme in exponierten Lagen (etwa durch Lautsprecher)
Feuerwehrkameraden stehen bei der Einsatzf√ľhrungsunterst√ľtzung

Die Bildung einer Einsatzleitung ist immer Aufgabe der zustaŐąndigen Feuerwehr im Pflichtbereich. Bei groŐą√üeren Einsatzlagen, wie zum Beispiel einem Brand mit Alarmierung der Alarmstufe II, ist die Bildung einer umfassenderen Einsatzleitung in der Regel unumgaŐąnglich. FuŐąr diesen Fall steht das UnterstuŐątzungselement ‚ÄěEinsatzfuŐąhrungsunterstuŐątzung (kurz EFU)‚Äú zur VerfuŐągung. Die Einbindung erfolgt nach Eintreffen der EFU an der Einsatzstelle unter Einbeziehung eines Feuerwehrmitgliedes der betroffenen Feuerwehr in der Einsatzleitung (Verbindung zur oŐąrtlichen FW). Die EFU-Einheit ist dem Einsatzleiter / der Einsatzleitung unterstellt und unterstuŐątzt diesen / diese.

Ihre Aufgaben an der Einsatzstelle:

  • Kontaktaufnahme mit der oŐąrtlichen Einsatzleitung bzw. dem Einsatzleiter

  • Herstellung und Aufrechterhaltung der erforderlichen Infrastruktur (Erreichbarkeit, Stromversorgung, IT, Datenverbindung, etc.)

  • Dokumentation und Protokollierung je nach Schadenslage

  • Vorbereitung und Aufbereitung einer Lagebesprechung

  • Lagedarstellung

  • Pressebetreuung und Medienarbeit unterst√ľtzen (Ausarbeitungen fuŐąr Presseberichte)

  • Ressourcenorganisation

  • Kommunikationsstelle

  • Nach Einsatz- bzw. √úbungsende ist dem Einsatzleiter die gesamte Dokumentation in aufbereiteter Form zu uŐąbergeben

Flughelfer weist Hubschrauber ein

Besonders die im √§u√üerst unwegsamen Gel√§nde notwendigen Brandeins√§tze im Jahr 1976 haben den Einsatz von Hubschraubern zum L√∂schmitteltransport notwendig gemacht. In den besondern waldreichen und somit gef√§hrdeten Bezirken Gmunden, Kirchdorf und Steyr-Land wurden folglich St√ľtzpunkte installiert, welche die f√ľr den Hubschraubereinsatz erforderlichen Ger√§te wie L√∂schwassertransportbeh√§lter und Auffangbeh√§lter zur Verf√ľgung haben. Zus√§tzliche wurde in den Feuerwehren Einsatzpersonal als Flughelfer ausgebildet und mit den notwendigen Ger√§ten (Flughelferfunkger√§t, Helm, Flughelferoverall) ausgestattet, um  die Zusammenarbeit mit dem Luftpersonal zu erm√∂glichen. An den j√§hrlich stattfindenden Flughelfer-Weiterbildungslehrg√§ngen nehmen verschiedene Einsatzorganisationen (√ĖBH, BMI, Bergrettung, Polizei) teil und be√ľben verschiedene Einsatzszenarien.

Aufgrund der vielen Schadensf√§lle mit gef√§hrlichen Stoffen wurden in Ober√∂sterreich als erstem Bundesland bereits ab 1985 an besonders neuralgischen Punkten insgesamt sieben Gef√§hrliche-Stoffe-Fahrzeuge stationiert. Die Fahrzeuge sind so konzipiert, dass es den Einsatzkr√§ften m√∂glich ist, fast alle Unf√§lle mit den verschiedensten gef√§hrlichen Stoffen wirksam zu bek√§mpfen. Die Fahrzeuge sind mit Atem- und K√∂rperschutz der h√∂chsten Schutzstufe (Stufe III) ausger√ľstet.

Gefahrgutpumpen verschiedenster Arten - meist aus Edelstahl - erm√∂glichen ein Umpumpen fast aller gef√§hrlichen Chemikalien. Auffangbeh√§ltnisse, Umf√ľllpumpen in unterschiedlichen Ausf√ľhrungen, Stromversorgung sowie alle g√§ngigen √úbergangsst√ľcke f√ľr Stra√üen- und Schienenfahrzeuge werden am Fahrzeug mitgef√ľhrt. Ebenfalls dabei sind Ausr√ľstungsteile zur Dekontamination der eingesetzten Mannschaft an der Einsatzstelle.
Die Ausr√ľstungsgruppen sind auf insgesamt sechs Rollcontainern gelagert, die ein etwas einfacheres Handling an der Einsatzstelle (speziell von schweren Pumpen) erm√∂glicht. Der Raum, in dem die Rollcontainer gehaltert sind, kann auch als Umkleideraum f√ľr die Schutzanzugtr√§ger genutzt werden. Zug√§nglich ist dieser √ľber eine hydraulische Ladebordwand im Heck des Fahrzeuges.
 

Inhalt Feuerwehr-LKW mit Rollcontainern

Das vom O√∂. Landes-Feuerwehrverband 1975 gegr√ľndete Heuwehr-St√ľtzpunktwesen wurde 2021 √ľberarbeitet und neu ausgerichtet. K√ľnftig stehen in Ober√∂sterreich 4 St√ľtzpunkte in besonders gef√§hrdeten l√§ndlichen Bereichen mit Heuwehrger√§tschaft in Rollcontainern bereit, um Heuselbstentz√ľndungen vorzubeugen. Mit den Ger√§ten kann die Temperatur eines Heustocks gemessen werden. Erreicht diese einen kritischen Punkt (Heuwehreinsatz ab 70¬įC), wird die Temperatur durch L√ľftungsger√§te herabgesetzt. Ist dies nicht mehr m√∂glich, muss der Heustock kontrolliert abgetragen werden.

Mit der durchgef√ľhrten Umr√ľstung der Heuwehrger√§tschaft in Rollcontainern ist nunmehr eine Mehrfachnutzung der Fahrzeuge m√∂glich. 

Immer wieder werden Ober√∂sterreichs Feuerwehren zu Eins√§tzen gerufen, im Zuge derer Rettungsarbeiten oder Hilfeleistungen in H√∂hen und Tiefen erforderlich sind. Diese T√§tigkeiten sind keine Flei√üaufgaben der Einsatzkr√§fte, sondern z√§hlen zu den gesetzlich festgelegten Aufgaben unserer K√∂rperschaft. Zur Bek√§mpfung von Br√§nden sowie bei der Durchf√ľhrung diverser technischer Hilfeleistungen (wie eben Schneedruck, Personenrettungen im Steilgel√§nde oder aus H√∂hen und Tiefen) ist es immer wieder erforderlich, das eingesetzte Personal entsprechend gegen Absturz zu sichern oder mit der entsprechenden Ausr√ľstung sich zu Opfern abzuseilen. Mit den im Feuerwehrdienst eingesetzten Standardger√§ten wird hierbei oftmals nicht mehr das Auslangen gefunden. F√ľr einige Feuerwehren im Land war dies schon in den letzten Jahren Anlass daf√ľr, sich eigenst√§ndig mit diversem Equipment dieser Sorte auszustatten. Um die Ausstattung der Wehren auch in geordnete und rechtskonforme Bahnen zu lenken, wurde der Bereich der H√∂henrettung 2012 als St√ľtzpunkt deklariert.

Keine ‚ÄěKonkurrenz‚Äú zu bestehenden Organisationen
Wie in den oben genannten Aufgaben bereits zu entnehmen ist, sollen und werden die H√∂henrettungsgruppen der Feuerwehren auf keinen Fall in die Arbeit anderer Organisationen wie z.B. die Bergrettung eingreifen bzw. mit Garantie keine ‚ÄěKonkurrenz‚Äú f√ľr deren Operationsgebiete darstellen. Es geht lediglich um Eigensicherungszwecke f√ľr die Einsatzkr√§fte bzw. die Ausstattung f√ľr die angef√ľhrten Aufgaben.

Entsprechende, f√ľr die H√∂henrettung dienliche Sonderfahrzeuge (Hubrettungsger√§t, Kran) sind f√ľr diese St√ľtzpunkte notwendig. Um eine entsprechende Einsatzbereitschaft rund um die Uhr gew√§hrleisten zu k√∂nnen, sollten sich in jeder der vorgesehenen Wehren nach Abschluss der ersten Ausbildungsdurchg√§nge zumindest neun Personen finden. Drei Mann pro Gruppe stellen bei Alarmierung die ausr√ľckende Mannschaft dar.

Feuerwehrkran

Das Kranfahrzeug LTM1070 der Fa. LIEBHERR mit der taktischen Bezeichnung ‚ÄěKF‚Äú ist in seiner Bauform ein 70 Tonnen Kran, der jedoch auf Grund der feuerwehrtechnischen Ausstattung (Anbau einer Seilwinde und Materialk√§sten) f√ľr Hublasten von max. 55 Tonnen (500 kN) konzipiert ist. Das Gesamtgewicht des KF betr√§gt 48 Tonnen, Gewichtsverteilung 12 Tonnen je Achse. Die Abst√ľtzung ist 3 stufig dh. die Abst√ľtzbreite seitlich variabel von 2,3 m, 5 m bis 7,2 m. Der Lastarm hat 4 Teleskope, welche stufig auf bis zu 40m aus-teleskopiert werden k√∂nnen. Die maximale Ausladung f√ľr Lasten betr√§gt 34 m. Eine r√ľckseitig am Kranfahrzeug angebaute Treibmatic-Seilwinde von ROTZLER erlaubt den direkten Zug von Lasten bis 20 Tonnen.Das Kranfahrzeug verf√ľgt im Fahrbetrieb auf zuschaltbaren Allradantrieb, Untersetzungsgetriebe, hydropneumatische H√∂henverstellung und zuschaltbarer manueller Lenkung der 3. und 4 Achse was eine gute Gel√§ndeg√§ngigkeit und Wendigkeit auf kleinstem Raum erm√∂glicht.

Das Kranzubeh√∂r wird zum Teil am Kranfahrzeug selbst und zum Gro√üteil am Kran-Begleitfahrzeug ‚ÄěLast‚Äú mitgef√ľhrt.

Die bereits seit Anfang der 80er Jahre bestehende Bergungskranfahrzeuge wurden 2022 St√ľtzpunkte mit Wechselladekranfahrzeugen mit schwerem bzw. mittelschwerem Kran erweitert. Diese Fahrzeuge mit den zugeh√∂rigen Abrollbeh√§ltern (AB) erm√∂glichen den Transport von Ausr√ľstungsgegenst√§nden, Hilfsg√ľtern und dergleichen. Sie sind Teil des Logistikkonzeptes des O√∂. Landes-Feuerwehrkommandos, die einen Mehrfachnutzen der Fahrzeuge mit sich bringen. Zus√§tzlich zu den Wechselladeaufbauten sind sie mit einem Kran ausgestattet (6-25to Hubkraft) (WLF K1/WLF K2).

In Oberösterreich sind bereits 12 Wechselladefahrzeug im Einsatz. Eine Erweiterung dieser Flotte ist geplant.

Drei Personen auf Boot rollen √Ėlabwehr aus

Da immer mehr gef√§hrliche G√ľter, speziell auf der internationalen Wasserstra√üe Donau, transportiert werden, nimmt auch die Unfallh√§ufigkeit zu. Gr√∂√üere Gew√§sser sind ebenfalls immer wieder von Zwischenf√§llen durch Wasserverschmutzungen betroffen - sei es durch St√∂rf√§lle in Betrieben oder auch bei Unf√§llen im Freizeitbereich.
Daher ist es erforderlich, dass die zust√§ndigen Wasserst√ľtzpunkte vor allem mit √Ėlschl√§ngelleitungen, Anker, Bojen und Zubeh√∂r ausger√ľstet werden, um rasch Hilfe leisten zu k√∂nnen. Auch geeignete Transportfahrzeuge f√ľr diese Ger√§te wurden den Feuerwehren zur Verf√ľgung gestellt. 

Aufgrund der immer mehr werdenden Transporte mit √Ėl und gef√§hrlichen Stoffen wurden bereits Anfang der 70er Jahre in allen 18 Bezirken des Bundeslandes Ober√∂sterreich √Ėleinsatzfahrzeuge des Landes-Katastrophenhilfsdienstes stationiert.
Da diese Fahrzeuge den weiterhin stark steigenden Einsatzerfordernissen nicht mehr gerecht werden konnten, wurde in den Jahren 1989 bis 1993 eine neue Generation von √Ėleinsatzfahrzeugen in Dienst gestellt.
Mit diesen Einsatzfahrzeugen ist es m√∂glich, alle √Ėleins√§tze auf der Stra√üe sowie auch kleinere Gefahrguteins√§tze zu beherrschen. Dazu werden im Fahrzeug verschiedene Auffangbeh√§ltnisse, Gefahrgutpumpen, Ger√§te zum Aufsaugen von ausgeflossenem Gefahrgut sowie alle g√§ngigen √úbergangsst√ľcke zum Anschluss an Stra√üentankfahrzeuge mitgef√ľhrt. Um den Schutz der Einsatzkr√§fte zu gew√§hrleisten, sind auch Schutzanz√ľge der Schutzstufe 2 vorhanden. Weiters ist f√ľr die Stromversorgung und Beleuchtung vorgesorgt. 

Seit 2022 wird die Ausr√ľstung der √Ėlfahrzeuge sukzessive auf Rollcontainer √ĖL umgestellt. Diese werden zT. mittels bei der St√ľtzpunktfeuerwehr vorhandener Last-Fahrzeuge bzw. mit eigens daf√ľr angeschafften Fahrzeugen (LAST-KS) oder auch durch verlagerte Abrollbeh√§lter LOGISTIK transportiert.

Das SRF (Schweres R√ľstfahrzeug) ist ein vielseitiges Einsatzfahrzeug, das speziell f√ľr herausfordernde Aufgaben konzipiert wurde. Seine Hauptaufgabe besteht in der effizienten Bew√§ltigung von Verkehrsunf√§llen. Ausgestattet mit modernster Technologie, ist es zudem optimal f√ľr Fahrzeugbergungen ger√ľstet. Ein integrierter Einbaugenerator erm√∂glicht den Betrieb von Hochleistungspumpen, die besonders bei Hochwasserlagen unverzichtbar sind. Der leistungsstarke Ladekran, die Einbauseilwinde und der Lichtmast gew√§hrleisten effektive Rettungsma√ünahmen auch unter schwierigsten Bedingungen. Besondere F√§higkeiten des Fahrzeugs zeigen sich in der Handhabung von schweren Lasten: Schwerlasthebekissen mit einer Tragkraft von bis zu 132 Tonnen, zwei LKW-Rettungsplattformen mit Gleisrollen sowie zwei Tauchpumpen sind Teil der beeindruckenden Ausstattung. Personensicherungssets und ein Plasmaschneidger√§t erm√∂glichen pr√§zise und sichere Arbeitsabl√§ufe in Notsituationen. Zwei 30 kN Greifz√ľge bieten zus√§tzliche Unterst√ľtzung bei komplexen Rettungsoperationen. Ein spezielles PKW-Bergeset, das in Verbindung mit dem Kran agiert, rundet die umfassende Ausr√ľstung dieses Fahrzeugs ab. Dieses in vielerlei Hinsicht schlagkr√§ftige Fahrzeug f√ľr technische Eins√§tze und Katastrophenschutz ist in der Lage, enorme Herausforderungen zu bew√§ltigen.

Die SRF-St√ľtzpunkte werden mit dem AB R√ľst als Prototyp ausgebaut. Zusammen mit dem WLF-K1 KS ergibt sich daraus ein erweitertes Schweres R√ľstfahrzeug.

Person trägt Sprengladung

Der Sprengdienst in Ober√∂sterreich wurde in den sp√§ten 50er Jahren ins Leben gerufen, als gewaltige Eisst√∂√üe eine enorme Gefahr f√ľr die Bev√∂lkerung darstellten. (Eisst√∂√üe entstehen prinzipiell nach langen K√§lteperioden, wenn eine rasche Erw√§rmung im Zusammenhang mit Niederschl√§gen eintritt.) Heute sind derartige Eins√§tze so gut wie nicht mehr vorhanden, da sich die Klimaerrw√§rmung auch auf diesen Einsatzbereich auswirkt. Besonders bedroht waren fr√ľher Br√ľcken, die bei einer Blockade zu √úberschwemmungen f√ľhrten. Eine besondere Schwierigkeit bei der Aus√ľbung des Sprengdienstes ergibt sich dadurch, dass die √úbungsm√∂glichkeiten nur sehr beschr√§nkt sind. Wenn B√§ume auf Stromleitungen h√§ngen, ist oftmals der Sprengdienst gefragt. Durch gezielten Einsatz von Sprengmitteln k√∂nnen die ausbedildeten Sprengmeister die Leitungen vom Gewicht des Baumes befreien kann, ohne weitere Besch√§digung der Leitung zu verursachen.

Zwei M√§nner in gelben Vollschutzanz√ľgen

Anfangs der 70er Jahre wurden O√∂. Feuerwehren in besonders gef√§hrdeten Bereichen mit Strahlenmessger√§ten einer √§lteren Generation ausger√ľstet. In den Jahren 1991 und 1992 erhielten diese St√ľtzpunkte dann Strahlenmessger√§te, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Im Jahr 1994 wurde der letzte Bezirk Ober√∂sterreichs mit diesen Messger√§ten ausger√ľstet. So soll es erm√∂glicht werden, dass bei eventuellen St√∂rf√§llen in Kernkraftwerken, Unf√§llen auf den Transportwegen, Vorf√§llen in Krankenh√§usern mit radioaktiven Stoffen etc. ein gezielter Einsatz durchgef√ľhrt werden kann. Die Strahlenschutzausr√ľstung besteht aus Dosisleistungs- und Kontaminationsnachweisger√§ten, pers√∂nlichen und taktischen Dosimetern, verschiedenen Zusatzger√§ten und K√∂rperschutz mit der Schutzstufe 2. Zus√§tzlich ist beim Landes-Feuerwehrkommando Ober√∂sterreich ein Anh√§nger mit zwei Stk. Portal-Monitoren vorhanden, die umfangreichere Messverfahren bei Kontamination von Personen oder Fahrzeugen erm√∂glichen.

Zweiachsiger Stromerzeuger

In den letzten Jahren haben Starkregen, Schneedruck, Eisregen und Unwetterkapriolen deutlich gezeigt, wie verwundbar wir sind, wenn es um unsere Stromversorgung geht. Daher wurde in die 18 Bezirke Ober√∂sterreichs zus√§tzlich zu den Feuerwehr-Stromerzeugern je ein Stromerzeuger mit einer Leistung von 100 kVA verlagert. Die Verlagerung in die Bezirke wurde 2021 abgeschlossen. Damit wurde ein weiterer Meilenstein f√ľr pr√§ventive Ma√ünahmen in Hinblick auf drohende Einsatzszenarien wie Energieknappheit und Blackout gesetzt. Jeder STROMA-St√ľtzpunkt hat zus√§tzlich 2 St√ľck Schmutzwassertauchpumpen GRINDEX MASTER N verlagert bekommen, wobei mit dem STROMA 4 Stk. dieser Tauchpumpen betrieben werden k√∂nnen. 

  • F√∂rderleistung: 3000 l/min
  • Druckh√∂he: max. 27 m
  • E-anschluss: 400 V
  • Anschluss: Storz A fix mit √úbergangsst√ľck A auf 2xB
  • Gewicht: 56 kg

 

Taucher unter Wasser bei blickt in Kamera

Bereits Anfang der 60er Jahre wurde seitens des Katastrophen-Hilfsdienstes (KHD) mit der Einrichtung des Tauchdienstes begonnen. Die Taucher kommen vor allem bei der Bergung von versunkenen Fahrzeugen und Ger√§ten sowie bei der Suche nach verungl√ľckten Personen zum Tragen. In Ober√∂sterreich ist die Aus- und Weiterbildung vom Katastrophendienst des O√∂. Landes-Feuerwehrverbandes geregelt und findet im Tauchlager des O√∂. LFV in Weyregg am Attersee statt. 

Die Ausbildung ist fordernd und auf mehrere Jahre aufgeteilt, bei der mehrere Stufen zur Erlangung des Rettungstauchers erlangt werden m√ľssen.

In Ober√∂sterreich gibt es 27 Tauchergruppen, sowie sieben St√ľtzpunkte.

Die Notwendigkeit von eigenen St√ľtzpunkten f√ľr den Tunneleinsatz wurde im Jahr 2000 in die Planung des O√∂. Landes-Feuerwehrverbandes aufgenommen. Der Verkehr auf √Ėsterreichs Stra√üen und Schienen nimmt st√§ndig zu und daher ist es erforderlich, leistungsf√§hige Verkehrswege einzurichten. Dies ist sehr oft auch mit dem Bau diverser Tunnelanlagen verbunden wie sie im Verlauf der A9 bzw. der S10 , aber auch im Rahmen von div. Ortsumfahrungen und Eisenbahnstrecken vorkommen. 
Zunehmend fatale Unf√§lle und schwierige Einsatzbedingungen f√ľhrten zum Ankauf spezieller Tunnel-Fahrzeuge f√ľr den Feuerwehrdienst. Ungl√ľcksf√§lle in Tunnelanlagen k√∂nnen weitreichende und schreckliche Folgen haben, daher hat bisher und wird auch in Zukunft der O√∂. Landes-Feuerwehrverband bereits bei der Konzeption und beim Bau die unbedingt notwendigen Sicherheitsvorkehrungen fordern. Deshalb hat der O√∂. Landes-Feuerwehrverband den sogenannten Portalfeuerwehren (Feuerwehren in deren Schutzgebiet ein Verkehrstunnel liegt) geeignete Einsatzfahrzeuge und -ger√§te zur Verf√ľgung gestellt. Es sind dies - im Besonderen f√ľr die gr√∂√üeren Tunnelanlagen - R√ľstl√∂schfahrzeug-Tunnel bzw. Tankl√∂schfahrzeug-Tunnel und f√ľr kleinere Tunnelanlagen Kleinr√ľstfahrzeuge-S Tunnel. In diesen Fahrzeugen sind neben der Ausr√ľstung f√ľr den Brand- und den Technischen Einsatz u.a. auch Atemschutzger√§te f√ľr Einsatzzeiten bis max. 1,5 Stunden f√ľr die gesamte Fahrzeugbesatzung vorhanden.

Zwei blaue Vollschutzanzugträger bei Waggon in der Nacht

St√ľtzpunkte mit Vollschutzanz√ľgen sind bereits seit Ende der 1970er in Verwendung als es vermehrt zu Unf√§llen mit gef√§hrlichen oder unbekannten Stoffen kam. Es galt, die Einsatzkr√§fte ausreichend zu sch√ľtzen und die eingesetzte Mannschaft mit Vollschutzanz√ľge (Schutzanz√ľgen der Schutzstufe 3) auszustatten.
Derzeit sind 252 Vollschutzanz√ľge bei den O√∂. Feuerwehren in Verwendung. Die Schutzanz√ľge befinden sich sowohl in den Gef√§hrliche-Stoffe-Fahrzeugen (GSF) als auch in den Atemschutzfahrzeugen (ASF). Weiters sind auch bei Feuerwehren in besonders gef√§hrdeten Bereichen (etwa entlang von Eisenbahnlinien und bei Tunnels) solche Schutzanz√ľge stationiert.

Auf Grund der hohen Anforderungen an das Material des Schutzanzuges (Chemikalienbest√§ndigkeit, Rei√üfestigkeit, Widerstand gegen Entflammung etc.) ist es notwendig, die Schutzanz√ľge in regelm√§√üigen Abst√§nden zu erneuern. Durch die hohe psychische und physische Anforderung ist eine st√§ndige Schulung und Weiterbildung sowie absolute k√∂rperliche Fitness eine Grundvoraussetzung f√ľr den Tr√§ger des Vollschutzanzuges.

A-Boot der Feuerwehr auf der Donau

Feuerwehren mit Aufgaben zur Wasserwehr gibt es bereits seit √ľber 100 Jahren. Der Wasserdienst ist jene St√ľtzpunktaufgabe die in Ober√∂sterreich am weitesten verbreitet ist. Dies deshalb, weil Ober√∂sterreich von vielen Fl√ľssen und Seen durchzogen ist und sich dadurch viele m√∂gliche Einsatzvarianten wie Personenrettungen, Hochwasser, √Ėl auf Gew√§sser, Taucheinsatz, technische Eins√§tze, usw. ergeben. Daf√ľr bedarf es in diesem Bereich eines gesonderten Materialaufwandes, der vor allem auf Wasserfahrzeuge ausgerichtet ist. Diese Boote sind so konzipiert, dass es einerseits m√∂glich ist, Menschen und Tiere aus Gefahrensituationen zu retten, und andererseits, damit auch √Ėlschl√§ngelleitungen transportiert und ausgelegt werden k√∂nnen. Damit k√∂nnen Gew√§sserverunreinigungen z.B. durch √Ėl wirksam bek√§mpfen werden.

Insgesamt gibt es bei den St√ľtzpunkten mit Wasserfahrzeugen rund 120 Feuerwehrboote in unterschiedlicher Gr√∂√üe und Ausr√ľstung (Arbeitsboot, Feuerwehr-Rettungsboot und Rettungsboot)