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Hitzewarnung und Tipps für den Feuerwehrdienst

OOELFV zur Übersicht

In Anbetracht der bevorstehenden Hitzewelle möchten wir die Feuerwehren auf die besondere Gefahrenlage sensibilisieren und folgende Informationen dazu übermitteln:

Der Feuerwehrdienst:

  • Im Feuerwehrhaus sämtliche Beschattungsmöglichkeiten nutzen.
  • Einsätze, die nicht zeitkritisch sind, in die Abendstunden verlegen oder generell verschieben.
  • Bei der Einsatzfahrt für Frischluft sorgen, Fenster öffnen, Einsatzjacke erst bei Ankunft am Einsatzort schließen.
  • Die Mannschaft nicht unnötig der direkten Sonneneinstrahlung aussetzen.
  • Auf Fahrzeugen mit Atemschutzgeräten standardmäßig Trinkwasser mitführen.
  • Frühzeitig und in kürzeren Abständen für Ablöse sorgen, zeitgerecht Einsatzreserven alarmieren lassen und dementsprechende Pausen anordnen.
  • Bei allen Einsätzen, bei denen keine besondere Gefährdung der körperlichen Sicherheit gegeben ist, die Adjustierung anpassen.
  • Bei längerem Aufenthalt in der Sonne entsprechenden Sonnenschutz verwenden.
  • Bei Veranstaltungen unnötigen Aufenthalt in der Sonne vermeiden, für entsprechende Beschattung und ggf. Abkühlung sorgen, Trinkwasser bereitstellen.

Besondere Hinweise für die Durchführung der Bewerbe:

  • Ausreichend Trinkwasser bzw. Getränke für Bewerter und Bewerber bereitzustellen
  • Schattige Aufenthaltsbereiche für Wartezeiten zu schaffen
  • Die Schlussveranstaltung ist so kurz als möglich und nach Möglichkeit in einem schattigen Bereich abzuhalten
  • Die vorgeschriebene Dienstbekleidung ist während des Bewerbes bzw. der Bewertertätigkeit einzuhalten

 

Der Bewerbserfolg ist wichtig – die Gesundheit hat jedoch immer Vorrang!

Hinweise aus dem OÖ Hitzeschutzplan

Der Hitzeschutzplan für Oberösterreich wurde vom Land Oberösterreich auf Basis des Nationalen Hitzeschutzplans erstellt. Ziel ist es, die Bevölkerung – insbesondere gefährdete Personengruppen – vor den gesundheitlichen Folgen zunehmender Hitzewellen zu schützen und Einrichtungen bei der Umsetzung geeigneter Schutzmaßnahmen zu unterstützen. Durch den Klimawandel nehmen Hitzetage, Tropennächte und langanhaltende Hitzeperioden auch in Oberösterreich deutlich zu. Hohe Temperaturen belasten den menschlichen Körper, insbesondere wenn in der Nacht keine ausreichende Abkühlung erfolgt. Der Oö. Hitzeschutzplan soll Bevölkerung, Gemeinden, Gesundheits- und Sozialeinrichtungen sowie Einsatzorganisationen dabei unterstützen, rechtzeitig auf Hitzewellen zu reagieren, gesundheitliche Risiken zu minimieren und besonders schutzbedürftige Menschen wirksam zu schützen. 

 

Hitzewarnsystem

Die GeoSphere Austria gibt Hitzewarnungen in vier Warnstufen (Grün bis Rot) heraus. Bei einer Hitzewellenwarnung werden Behörden, Gemeinden, Gesundheitseinrichtungen, Einsatzorganisationen, Bildungseinrichtungen sowie weitere Institutionen informiert. Diese sollen ihre Hitzeschutzmaßnahmen aktivieren und besonders gefährdete Personen unterstützen.

Besonders gefährdete Personengruppen

Ein erhöhtes Gesundheitsrisiko besteht insbesondere für:

  • Menschen ab 65 Jahren
  • Babys und Kleinkinder
  • Schwangere
  • Menschen mit Herz-Kreislauf-, Atemwegs-, Nieren-, Stoffwechsel- oder neurologischen Erkrankungen
  • Pflegebedürftige und Menschen mit Behinderungen
  • Personen, die im Freien arbeiten oder sozial benachteiligt sind. 

Hitzebedingte Erkrankungen

Hitze kann zu verschiedenen Gesundheitsproblemen führen:

  • Hitzeausschlag
  • Hitzekrämpfe
  • Hitzeerschöpfung
  • Hitzschlag (medizinischer Notfall – Notruf 144). 

Verhaltensempfehlungen

Zum Schutz vor Hitze werden folgende Maßnahmen empfohlen:

  • körperliche Aktivitäten auf Morgen- und Abendstunden verlegen,
  • ausreichend Wasser trinken und Alkohol vermeiden, Trinken auch ohne Durstgefühl,
  • helle, luftige Kleidung tragen,
  • Innenräume beschatten und Lüften der Wohnräume in den "kühlsten" Stunden des Tages, das sind die frühen Morgenstunden rund um den Sonnenaufgang.
  • leichte Mahlzeiten bevorzugen,
  • Im Freien direkte Sonneneinstrahlung und körperliche Anstrengungen meiden,
  • Falls möglich Aufsuchen von kühlen Räumen,
  • Sonnenschutz und Kopfbedeckung verwenden,
  • niemals Kinder oder Tiere in abgestellten Fahrzeugen zurücklassen.
  • Achten und Unterstützen besonders gefährdeter Personen in der Umgebung.

Medikamente und Gesundheit

Hitze kann die Wirkung vieler Medikamente verändern. Menschen mit regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollten bereits vor Hitzeperioden Rücksprache mit ihrer behandelnden Ärztin oder ihrem behandelnden Arzt halten. Medikamente müssen entsprechend den Lagerungshinweisen vor Hitze geschützt werden. 

Weitere Auswirkungen

Neben den direkten gesundheitlichen Folgen können hohe Temperaturen:

  • die Luftqualität durch Ozon, Feinstaub und Stickstoffoxide verschlechtern,
  • das Risiko für UV-Schäden erhöhen,
  • Lebensmittel schneller verderben lassen und dadurch das Risiko von Lebensmittelinfektionen steigern.