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Aktuelle Einsätze
Einsatzkarte

Positive Bilanz: Feldversuch des DRILL-X Bohrlöschgerät wird erweitert

Seit 16. April 2022 gibt es im Oö. Landes-Feuerwehrverband eine neue Art von Feuerwehrstützpunkten. Die sogenannten Forschungs- und Entwicklungsstützpunkte (F&E Stützpunkte) wurden gegründet, um neue Technologien und Verfahren im Realeinsatz zu testen.

In der ersten Anwendung wurden vier Feuerwehren (FF Roith, FF Vöcklabruck, FF Wels, BF Linz) ausgewählt und mit je einem DRILL-X Bohrlöschgerät ausgerüstet. In einem vordefinierten Einsatzradius von 30 Minuten werden diese Stützpunkt-Feuerwehren zu Bränden, zusätzlich zu den Feuerwehren vor Ort, alarmiert. Die Einstufung der Situation und Alarmierung der Stützpunkte erfolgt durch die Disponenten der Landeswarnzentrale. Die Stützpunkte deckten bislang 167 Gemeinden in ganz Oberösterreich ab. Taktik und Technik von den Stützpunkten selbst und der Brandverhütungsstelle Oberösterreich bewertet. Ein Forschungsteam der Freiwilligen Feuerwehr der TU Graz wertet die Daten aus.

Im bisherigen Wirkbereich gab es dabei schon einige Einsatzfälle für das DRILL-X: Zu 15 Alarmierungen wurden die neuen Stützpunkte bereits alarmiert. Bei sieben davon wurde das System erfolgreich eingesetzt. Bei den anderen acht war es aufgrund der bereits gesetzten Maßnahmen nicht mehr notwendig oder sinnvoll. Bislang gab es keinen Einsatz, bei dem das System die Struktur nicht durchdringen konnte. 

Einsatzkarte für die F&E Stützpunkte im Drill-X Einsatz (Stand 21.11.2022).

Praktischer Einsatz

Besonders effektiv konnte ein Dachstuhlbrand in Vöcklabruck bekämpft werden. Es reichten gerade einmal 30 Sekunden Löschdauer mit insgesamt 300 Liter Wasserverbrauch, um einen in Vollbrand stehenden Dachstuhl abzulöschen. Auch bei den anderen Einsätzen gab es ähnlich schnelle und effektive Erfolge. Im Laufe der vergangenen Monate wurden bereits viele kleine Verbesserungen durch die Stützpunkte identifiziert. Gemeinsam mit dem Hersteller wurden diese an allen im Feld befindlichen Systemen umgesetzt. Die wechselseitige Entwicklung der letzten Optimierungsschritte zeigt sich als höchst gewinnbringend für Anwender und Hersteller, da die Änderungen bereits deutliche Verbesserungen in der Anwendung bewirkt haben. 

 

„Mit den F&E Stützpunkten haben wir als Feuerwehr erstmals die Möglichkeit, eigene Forschung und Entwicklung zu betreiben. Besonders hervorzuheben ist, dass die Ergebnisse praxisrelevant sind und einen direkten Mehrwert bieten“, so FPräs Robert Mayer, MSc.

Erweiterung auf fünf Stützpunkte

Aufgrund der positiven Erfahrungen wird der Feldversuch bis mindestens 16. April 2023 verlängert sowie um einen weiteren Stützpunkt ausgebaut: Der 5. Stützpunkt wird durch die FF Freistadt gestellt. Sie kann aufgrund ihrer Lage im Mühlviertel im nördlichen Landesteil das System noch schneller einsetzen und als Unterstützung für die Berufsfeuerwehr Linz im Einzugsgebiet mitwirken.

 

Durch diesen neuen Stützpunkt und angepasste Alarmierungsziele werden mit Indienststellung fortan 230 Gemeinden im Testgebiet erschlossen. Dass ein breiteres Anwendungsgebiet von großem Vorteil ist, liegt auf der Hand. Durch die praktische Anwendung werden zusätzliche Daten und Informationen generiert, die letztlich den Feuerwehren und der Zivilbevölkerung zugutekommen.

Hintergrundinformationen dazu gibts im BRENNPUNKT 05/2022.