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Veranstaltungen Leistungsprüfungen & Bewerbe

Feuerwehrsport-EM in Ostrava: Ränge sechs und sieben für Team Austria

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Vier intensive Wettkampftage, internationale Spitzenleistungen und ein würdiger Auftritt des österreichischen Feuerwehrsports: Bei der CTIF-Europameisterschaft im Feuerwehrsport in Ostrava erreichte die österreichische Frauenmannschaft den sechsten Gesamtrang. Das Männerteam beendete den Bewerb auf Platz sieben.

Feuerwehrsport verlangt Schnelligkeit und Präzision

Der internationale Feuerwehrsport verbindet Schnelligkeit, Kraft, Koordination und feuerwehrtechnisches Können. Vier Disziplinen bilden die Grundlage der Mannschaftsgesamtwertung.

Beim Hakenleitersteigen sprinten die Teilnehmer mit einer Hakenleiter zum Übungsturm und überwinden mehrere Stockwerke. Die Männer steigen bis ins vierte, die Frauen bis ins zweite Obergeschoss.

Der 100-Meter-Hindernislauf führt über eine Hinderniswand und einen Laufbalken. Gleichzeitig müssen Schläuche aufgenommen und miteinander sowie mit Verteiler und Strahlrohr gekuppelt werden.

Bei der 4×100-Meter-Feuerwehrhindernisstaffel bewältigen vier Teilnehmer unterschiedliche Teilstrecken. Dazu zählen unter anderem ein Haus mit Leiter, eine Hinderniswand, das Verlegen und Kuppeln von Schläuchen sowie das Löschen eines Brandbeckens.

Den Abschluss bildet der Löschangriff nass. Dabei stellt eine Mannschaft mit Motorpumpe, Saug- und Druckschläuchen eine vollständige Löschleitung her. Die Zeit stoppt, sobald beide Zielbehälter mit der vorgeschriebenen Wassermenge gefüllt sind.

Für die Gesamtwertung wird die Platzierung jeder Mannschaft in den vier Disziplinen in Punkte umgerechnet. Die Mannschaft mit der niedrigsten Punktesumme gewinnt.

Starkes Finish der österreichischen Männer

Das Männerteam steigerte sich im Verlauf der Europameisterschaft und setzte besonders in den beiden Mannschaftsbewerben ein starkes Ausrufezeichen. Im abschließenden Löschangriff gelang mit 30,63 Sekunden der fünfte Platz. Gemeinsam mit Rang sechs in der Feuerwehrhindernisstaffel bedeutete dies am Ende den siebten Gesamtrang mit 28 Punkten.

Die Ergebnisse:

  • Hakenleitersteigen: 9. Platz in 112,75 Sekunden
  • 100-Meter-Hindernislauf: 8. Platz in 112,63 Sekunden
  • 4×100-Meter-Feuerwehrhindernisstaffel: 6. Platz in 68,37 Sekunden
  • Löschangriff nass: 5. Platz in 30,63 Sekunden
  • Gesamtwertung: 7. Platz mit 28 Punkten

Bester österreichischer Einzelstarter war Gabriel Mair. Er erreichte im Hakenleitersteigen 17,81 Sekunden und im 100-Meter-Hindernislauf 18,00 Sekunden. Im Zweikampf, der sich aus den beiden Einzeldisziplinen zusammensetzt, belegte er mit 35,81 Sekunden Rang 39.

Damen sichern sich den sechsten Gesamtrang

Die österreichische Frauenmannschaft zeigte über alle vier Disziplinen hinweg eine geschlossene Leistung. Nach zwei sechsten Plätzen in den Einzelbewerben gelang in der Feuerwehrhindernisstaffel mit Rang fünf das beste Mannschaftsergebnis. Mit insgesamt 23 Punkten beendeten die Österreicherinnen die Europameisterschaft auf dem sechsten Gesamtrang.

Die Ergebnisse:

  • Hakenleitersteigen: 6. Platz in 71,43 Sekunden
  • 100-Meter-Hindernislauf: 6. Platz in 137,06 Sekunden
  • 4×100-Meter-Feuerwehrhindernisstaffel: 5. Platz in 79,95 Sekunden
  • Löschangriff nass: 6. Platz in 39,52 Sekunden
  • Gesamtwertung: 6. Platz mit 23 Punkten

Silke Riemann war mit 10,94 Sekunden die schnellste Österreicherin im Hakenleitersteigen. Über 100 Meter erzielte Michelle Schweidl mit 21,17 Sekunden die beste österreichische Zeit. Schweidl war mit 32,70 Sekunden und Rang 34 auch die bestplatzierte Österreicherin im Zweikampf.

Nachwuchs sammelt wertvolle internationale Erfahrung

Vier österreichische Nachwuchssportler stellten sich in Ostrava der internationalen Konkurrenz. Da Österreich in dieser Kategorie ausschließlich für Einzelstarts gemeldet war, gab es keine österreichische Mannschafts-, Staffel- oder Gesamtwertung.

Die österreichischen Nachwuchsergebnisse:

  • Raphael Haslinger, Altersklasse 15 bis 16 Jahre: Rang 16 im Hakenleitersteigen in 12,49 Sekunden und Rang 15 über 100 Meter in 21,16 Sekunden
  • Jonas Zoister, Altersklasse 17 bis 18 Jahre: Rang 11 im Hakenleitersteigen in 15,28 Sekunden und Rang 14 über 100 Meter in 21,42 Sekunden
  • Felix Steinberger, Altersklasse 17 bis 18 Jahre: Rang 13 im Hakenleitersteigen in 16,01 Sekunden und Rang 15 über 100 Meter in 22,67 Sekunden
  • Paul Sudy, Altersklasse 17 bis 18 Jahre: Rang 17 im Hakenleitersteigen in 17,69 Sekunden und Rang 13 über 100 Meter in 20,52 Sekunden

Jonas Zoister sorgte mit Rang elf im Hakenleitersteigen für die beste österreichische Nachwuchsplatzierung.

Zum Abschluss gilt ein besonderer Dank Rudolf Waldhör, der als Head of Organisation maßgeblich für die organisatorische Abwicklung verantwortlich zeichnete, sowie Hannes Niedermayr, der die österreichische Delegation als Repräsentant begleitete und während der gesamten Meisterschaft unterstützte. Ebenso gilt der Dank BR Franz Hupf und HBM Karl Zangl, die als oberösterreichische Kampfrichter bei der Europameisterschaft im Einsatz standen.