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Vier intensive Wettkampftage, internationale Spitzenleistungen und ein würdiger Auftritt des österreichischen Feuerwehrsports: Bei der CTIF-Europameisterschaft im Feuerwehrsport in Ostrava erreichte die österreichische Frauenmannschaft den sechsten Gesamtrang. Das Männerteam beendete den Bewerb auf Platz sieben.
Der internationale Feuerwehrsport verbindet Schnelligkeit, Kraft, Koordination und feuerwehrtechnisches Können. Vier Disziplinen bilden die Grundlage der Mannschaftsgesamtwertung.
Beim Hakenleitersteigen sprinten die Teilnehmer mit einer Hakenleiter zum Übungsturm und überwinden mehrere Stockwerke. Die Männer steigen bis ins vierte, die Frauen bis ins zweite Obergeschoss.
Der 100-Meter-Hindernislauf führt über eine Hinderniswand und einen Laufbalken. Gleichzeitig müssen Schläuche aufgenommen und miteinander sowie mit Verteiler und Strahlrohr gekuppelt werden.
Bei der 4×100-Meter-Feuerwehrhindernisstaffel bewältigen vier Teilnehmer unterschiedliche Teilstrecken. Dazu zählen unter anderem ein Haus mit Leiter, eine Hinderniswand, das Verlegen und Kuppeln von Schläuchen sowie das Löschen eines Brandbeckens.
Den Abschluss bildet der Löschangriff nass. Dabei stellt eine Mannschaft mit Motorpumpe, Saug- und Druckschläuchen eine vollständige Löschleitung her. Die Zeit stoppt, sobald beide Zielbehälter mit der vorgeschriebenen Wassermenge gefüllt sind.
Für die Gesamtwertung wird die Platzierung jeder Mannschaft in den vier Disziplinen in Punkte umgerechnet. Die Mannschaft mit der niedrigsten Punktesumme gewinnt.
Das Männerteam steigerte sich im Verlauf der Europameisterschaft und setzte besonders in den beiden Mannschaftsbewerben ein starkes Ausrufezeichen. Im abschließenden Löschangriff gelang mit 30,63 Sekunden der fünfte Platz. Gemeinsam mit Rang sechs in der Feuerwehrhindernisstaffel bedeutete dies am Ende den siebten Gesamtrang mit 28 Punkten.
Die Ergebnisse:
Bester österreichischer Einzelstarter war Gabriel Mair. Er erreichte im Hakenleitersteigen 17,81 Sekunden und im 100-Meter-Hindernislauf 18,00 Sekunden. Im Zweikampf, der sich aus den beiden Einzeldisziplinen zusammensetzt, belegte er mit 35,81 Sekunden Rang 39.
Die österreichische Frauenmannschaft zeigte über alle vier Disziplinen hinweg eine geschlossene Leistung. Nach zwei sechsten Plätzen in den Einzelbewerben gelang in der Feuerwehrhindernisstaffel mit Rang fünf das beste Mannschaftsergebnis. Mit insgesamt 23 Punkten beendeten die Österreicherinnen die Europameisterschaft auf dem sechsten Gesamtrang.
Die Ergebnisse:
Silke Riemann war mit 10,94 Sekunden die schnellste Österreicherin im Hakenleitersteigen. Über 100 Meter erzielte Michelle Schweidl mit 21,17 Sekunden die beste österreichische Zeit. Schweidl war mit 32,70 Sekunden und Rang 34 auch die bestplatzierte Österreicherin im Zweikampf.
Vier österreichische Nachwuchssportler stellten sich in Ostrava der internationalen Konkurrenz. Da Österreich in dieser Kategorie ausschließlich für Einzelstarts gemeldet war, gab es keine österreichische Mannschafts-, Staffel- oder Gesamtwertung.
Die österreichischen Nachwuchsergebnisse:
Jonas Zoister sorgte mit Rang elf im Hakenleitersteigen für die beste österreichische Nachwuchsplatzierung.
Zum Abschluss gilt ein besonderer Dank Rudolf Waldhör, der als Head of Organisation maßgeblich für die organisatorische Abwicklung verantwortlich zeichnete, sowie Hannes Niedermayr, der die österreichische Delegation als Repräsentant begleitete und während der gesamten Meisterschaft unterstützte. Ebenso gilt der Dank BR Franz Hupf und HBM Karl Zangl, die als oberösterreichische Kampfrichter bei der Europameisterschaft im Einsatz standen.