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199 traten zur Feuerwehrmatura 2019 an, Wasserer mussten abreisen

Gleich zwei goldene Prüfungstermine wären am 24. Mai 2019 in der Landes-Feuerwehrschule in Linz über die Bühne gegangen. Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold als auch das Wasserwehrleistungsabzeichen in Gold. Das goldene Wasserwehrleistungsabzeichen fiel jedoch sprichwörtlich ins Wasser.

Das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold, auch als Feuerwehrmatura bezeichnet, sowie das Wasserwehrleistungsabzeichen in Gold sind zwei Königsklassen von Wissensprüfungen, die jeweils im Mai in der Landes-Feuerwehrschule in Linz über die Bühne gehen. 2019 war es am 24. Mai wieder soweit.

 

199 Kandidaten bei der Feuerwehrmatura

Der Bewerb für das Feuerwehrleistungsabzeichen (FLA) in Gold ist eine Einzelprüfung auf höchstem Niveau, sie wird deshalb auch die "Feuerwehrmatura" genannt. Ein Bewerterstab, der sich aus qualifizierten Feuerwehrführungskräften zusammensetzt, prüft die Bewerber an einem Tag auf "Herz und Nieren" über ihr Feuerwehrfachwissen ab. Der Bewerber muss sich folgenden Disziplinen unterziehen:

  • Ausbildung in der Feuerwehr (Kenntnis und Umsetzung der Ausbildung in der eigenen Feuerwehr)
  • Berechnen, Ermitteln, Entscheiden (Löschmittelbedarf- und Löschmittelverbrauchsberechnungen
  • Brandschutzplan (Lesen eines Brandschutzplanes)
  • Formulieren und geben von Befehlen (Erteilen von Einsatzbefehlen)
  • Fragen (301 Fragen aus Taktik, Technik und Organisation)
  • Führungsverfahren (schriftliche Bearbeitung eines Brandeinsatzes und eines technischen Einsatzes)
  • Verhalten vor einer Gruppe (Exerzieren einer Gruppe als Kommandant)


14 Prozent schafften es nicht
Von den 214 gemeldeten Teilnehmern reisten schlussendlich 199 nach Linz an, um sich der Wissens-Challenge zu stellen. Während 171 Teilnehmer die Prüfungen so erfolgreich meisterten, dass sie das Goldene im Zuge der Siegerehrung ausgehändigt bekamen, reichte es bei 28 (14 Prozent) leider nicht. Für jene, die lediglich in einer Kategorie nicht die Mindestpunkte erreichen konnten, besteht im Herbst die Möglichkeit zur Nachprüfung. Bei mehr als einem „Nicht genügend“ bleibt nur die Option, nochmals die ganze Prüfung zu absolvieren.

Zum letzten Mal hatte Landes-Feuerwehrkommandant Dr. Wolfgang Kronsteiner am Abend die Aufgabe, die Siegerehrung bzw. die Verteilung der funkelnden Abzeichen durchzuführen. Er wird sich bekanntlich bei der am Mittwochnachmittag, 29. Mai 2019, stattfindenden Wahl zum Landes-Feuerwehrkommandanten nicht mehr stellen.

 

Die Top 3

Rang 1: Christian Hildner, FF Pürstling, Bezirk Freistadt (184 Punkte)
Rang 2: Alexander Skijas, FF Freistadt, Bezirk Freistadt (183 Punkte)
Rang 3: Stefan Sesser, FF Forchtenau, Bezirk Ried im Innkreis (181 Punkte)

Hier alle Ergebnisse



Ehrungen
Für seine langjährige Mitarbeit beim Goldenen von Andreas Marik, der ja kürzlich sein Dienstverhältnis mit dem Oö. Landes-Feuerwehrverband beendet hat, wurde Marik vom Landes-Feuerwehrkommandanten sowie Bewerbsleiter Hannes Niedermayr eine Ehrung zuteil. Auch letzterer wurde für sein Engagement im Zuge des 150-jährigen Bestandsjubiläums des Verbandes ausgezeichnet. Für Landes-Feuerwehrkommandant Kronsteiner gab’s abschließend einen Blumenstrauß.

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Wasser-Gold fiel ins Wasser

Aufgrund der intensiven Niederschläge in den letzten Tagen stand der Bewerb um das Wasserwehrleistungsabzeichen in Gold bereits im Vorfeld nicht unbedingt unter einem guten Stern. Es klingt zwar paradox, wenn ausgerechnet zu viel Wasser einen Leistungsbewerb, der mit Wasser zu tun hat, ins Kippen bringt, lässt sich aber leicht begründen. Es war nicht unbedingt nur die Höhe des Wasserstandes der Donau, die die Prüfung ins Wanken gebracht hat. Vielmehr ist es die hohe Strömungsgeschwindigkeit des Flusses, der den Bewerb ins Wasser fallen ließ. „Wenn der erforderliche Anker schon mal beim Setzen 30 m abtreibt, ist es offensichtlich, was beispielsweise mit dem vom Teilnehmer aufzunehmenden Schwimmholz (das eine im Wasser treibende und zu rettende Person simuliert) passiert“ schilderte einer der Organisatoren gegenüber dem Brennpunkt-Redakteur. So gab der Landes-Feuerwehrverband schon am Vormittag des 24. Mai bekannt: „Aufgrund der aktuellen Strömungs- und Wasserstandverhältnisse auf der Donau ist die Durchführung des praktischen Teiles des Wasserwehrleistungsabzeichen in Gold nicht möglich. Der Bewerb musste aus diesem Grund von der Bewerbsleitung in Absprache mit dem Landes-Feuerwehrkommandanten beendet werden. Über eine Wiederholung der Austragung der Wertungsklasse 1 wird zu einem späteren Zeitpunkt informiert, die Wertungsklasse 2 wird abgesagt.“

 

Für die Wertungsklasse 1 (erstmaliges Antreten um das Abzeichen) waren 54 Teilnehmer angemeldet. In der Meisterklasse (Wertungsklasse II mit jenen, die das Abzeichen bereits haben) hatten 47 Feuerwehrleute die Absicht, sich der Herausforderung zu stellen. Aber auch sie mussten in der Praxis unverrichteter Dinge die Heimreise antreten. Die Theorieprüfung wird „gut geschrieben“ und der praktische Teil nachgeholt.