Oberösterreichischer Landesfeuerwehrverband
80.000 Sandsäcke für Hochwasseropfer in Bulgarien
Geschrieben am: 2006-04-24 07:54:08
Zum dritten Mal innerhalb eines Jahres lief vom 19. bis 22. April 2006 eine Bulgarien-Hilfsaktion der Republik österreich. Es war dies bereits der sechste Auslandseinsatz der Katastrophenhelfer österreichischer Feuerwehren binnen zwölf Monaten!

Im Rahmen der EU-Präsidentschaft österreichs ist den von Hochwasser schwer betroffenen Staaten bilaterale Hilfe angeboten worden. Bulgarien hat dieses Hilfsangebot angenommen und um Lieferung von 150.000 Sandsäcken ersucht. ?Wer schnell hilft, hilft doppelt?, betont der Präsident des österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes, Ing. Manfred Seidl. ?Deshalb unterstützt die Feuerwehr diese Hilfsaktion der Republik österreich und sorgt für den Transport.?


Als Soforthilfe setzte sich am 19. April 2006 ein Transport des Landes-Feuerwehrverbandes Oberösterreich, der diese Aufgabe übernommen hat, in Marsch. Ein Feuerwehr-Lkw und ein Begleitfahrzeug brachten 80.000 Kunststoff- und Jute-Sandsäcke in das vom Hochwasser schwer betroffene Bulgarien. Vier Feuerwehrmänner führten diesen Transport durch. Ziel war die bulgarische Stadt Sofia, wo sie dem Zivilschutzverband übergeben wurden und in weiterer Folge von örtlichen Verbänden zum eigentlichen Einaatzort gebracht werden.

Weitere 70.000 Sandsäcke werden von der Republik österreich mit einer Spedition nachgeliefert. Das Bundesministerium für Inneres kommt für den Sachaufwand des Feuerwehr-Hilfstransports auf, der sich auf die reinen Betriebsmittel (Treibstoff etc.) beschränkt.


Bereits in Juni und August des Vorjahres sind bei ähnlichen Aktionen von der Feuerwehr mehr als 100.000 Sandsäcke nach Bulgarien transportiert worden. Zum zweiten Mal binnen zehn Monaten ist dieses Land von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht worden.

Der Hilfstransport ist am späten Samstagnachmittag, 22. April 2006, wieder nach Linz zurückkehrt. Die Fahrtstrecke führte über Ungarn und Serbien. Landes-Feuerwehrkommandant Johann Huber: "Es war für uns eine Selbstverständlichkeit, diesem Hilfeansuchen neuerlich nachzukommen und effektiv zu helfen."


Auf dem Weg nach Bulgarien konnten die vier Mann des Oö. LFV auch bei einem Fahrzeugbrand rettend eingreifen. Am Pannenstreifen stand ein Pkw und daneben zwei Personen, die offensichtlich keinen Feuerlöscher mit sich führten. Aus dem Motorraum schlugen bereits ca. 40 cm hohe Flammen. Unverzüglich wurde angehalten und der Brand erfolgreich mit einem Feuerlöscher bekämpft. Das Fahrzeug der Ungarn konnte somit vor der Vernichtung gerettet werden!
Quelle: Hermann Kollinger

 
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