Oberösterreichischer Landesfeuerwehrverband
2030 - Mitglieder und Ausbildung
Geschrieben am: 2010-11-26 07:57:52

Das Feuerwehrwesen in OÖ wird von seinen über 90.000 Mitgliedern getragen.


Sie für die gemeinsame Sache zu gewinnen, sie kameradschaftlich, fachlich und körperlich fit zu halten ist eine große Zukunftsherausforderung.
Führungsfunktionen erstrebenswert zu halten und die nötige Unterstützung zu geben werden Kernfragen der kommenden Jahre sein.

Wo liegen dabei die Schlüsselfragen?
Welche Mittel könnten die Sicherung der Entwicklung unterstützen?
Welche guten Beispiele gibt es?



Quelle: Kommando

17104
 Veröffentlicht am: 2010-12-21 17:43:48
Der körperlichen Fitness der einzelnen Mitglieder ist sicher eine Herausforderung in Zukunft. Es müssen Überlegungen dahingehend gemacht werden, neben der fachlichen Ausbildung auch im sportlichen Bereich Ausbildung anzubieten. Wobei darauf zu achten ist, dass keine Spitzensportler auszubilden sind, sondern Feuerwehrleute mit guter durchschnittlicher Fitness bzw. die vorhandene körperliche Fitness zu halten oder eventuell zu steigern.

Kommentar #1


edv.1.ef.1
 Veröffentlicht am: 2010-12-23 14:57:21
In den meisten FFs ist es ja leider so, dass die Zahl der (wirklich aktiven) Mitglieder schrumpft oder zumindest stagniert.
Hier müssen Anreize geschaffen werden, die den Dienst bei der FF auch für einen persönlich attraktiver macht und vielleicht auch den einen oder anderen persönlichen Vorteil bringt.
Denkbar wären etwa steuerliche Anreize (Freibetrag,..) für aktive Mitglieder oder auch Anrechnungen auf die Pensionszeiten.

Ein gutes Beispiel zeigt uns da ja auch das RK, wo die Sani-Ausbildung ja jetzt universitären Charakter hat und den Studenten ECTS bringt. Ich bin mir sicher, dass DAS ein Schritt in die richtige Richtung ist und dem RK sicher mehr Sanis bringen wird.

Kommentar #2


08215
 Veröffentlicht am: 2010-12-23 16:37:08
Vor allem aber ist auch zu überlegen, ob man mit dem Eintrittsalter der Jungend mit 10 Jahren etwas ändert. Weil es ist oft schwierig, Kinder einen Anreiz zu geben, wenn sie beim Fussball- oder Musikverrein schon mit 6 Jahren mitwirken können.
Sicherlich wird es auch für die Zukunft unseres Führungspersonals (Kommando,Ausschuß wichtig werden, besondere Anreize zu finden, welche dazu veranlassen diese Positionen anzutretten.

[Modifiziert von 08215 am 2010-12-23 16:41:17]

Kommentar #3


13516
 Veröffentlicht am: 2010-12-28 08:08:35
Meiner Meinung nach gehört bei der Vergabe der Kurse in der LFS etwas geändert! Wenn sich zB 3 Kameraden einer Wehr für einen Atemschutzlehrgang anmelden und es wird nur 1 Platz genehmigt sorgt das wenig für die Motivation der anderen. Die Kameraden planen dafür Urlaub ein und dann wird der Kurs nicht genehmigt. Außerdem würde es helfen den Standard gerade in den kleinen Feuerwehren zu heben, wenn mehr als 1 Mann mit dem aktuellsten Wissensstand aus der Feuerwehrschule zurückkommt.
Es kann nicht sein, dass man 6 Leute zu einem Kurs anmelden muss nur um ausschließen zu können, dass einem die Plätze komplett oder bis auf einen zusammengestrichen werden. Ein setzen von Schwerpunkten auf einzelne Bezirke und in diesen auf einzelne Abschnitte in einem Lehrgangsjahr würde hier Abhilfe schaffen.
Ebenso würde eine Online-Veröffentlichung der Teilnehmer (zumindest die Anzahl pro Feuerwehr) sehr hilfreich sein. Oft ist es so dass die eine Feuerwehr nicht weis, dass die andere Feuerwehr zum gleichen Kurs einen Mann entsendet. In Linz angekommen stellt man dann ganz verwundert fest, dass man ja auch gemeinsam in die LFS fahren hätte können. Diese Veröffentlichung würde auch helfen, die jetzt schon sehr gut funktionierende Vergabe von Restplätzen und Ausfällen noch weiter zu verbessern. Es würde zudem die Kommunikation zwischen den Feuerwehren zu diesem Thema entscheidend verbessern.

Kommentar #4


13428
 Veröffentlicht am: 2010-12-28 13:06:55
Der wichtigste Schlüssel für eine funktionierende Mitgliedersituation ist die JUGENDARBEIT!

Wenn eine Feuerwehr, eine für die Jugend ansprechende Gestaltung in der Jugendarbeit zusammenbringt, ist das sicher der Fels auf den diese Feuerwehr ihre Zukunft bauen kann.
Aus diesem Grund bin ich überzeugt, dass der Arbeit unserer Jugendbetreuer/Innen noch zuwenig Beachtung und z.T. auch kaum finanzielle Unterstützung zuteil wird.
Zum Beispiel sollte es für eine Wehr selbstverständlich sein, ihrer Zukunft (der Jugend) z.B. die Teilnahme an einem Jugendlager zu ermöglichen und auch zu bezahlen.
Die Beitrittswerbung vereinfacht sich unserer Erfahrung durch
die mündliche Weitergabe von begeisterten Jungfeuerwehrmit-gliedern auf ihre Freunde und Bekannten erheblich.

Die Weitergabe des "Feuerwehr-Virus" sollte bereits in der Familie durch das gelebte Vorbild erfolgen und (fast) selbstverständlich sein.
Eine Ausnahme sollte nur die Regel bestätigen.

Ich bin außerdem der Meinung dass in unserer derzeitig immer schnelllebigeren Zeit Werte wieder gesucht werden.
Unsere Aufgabe ist es u.a. die, ich sage Lebenseinstellung, weiterzugeben und dafür durchaus auch positive Werbung zu machen.

Mit den besten Wünschen für das kommende Jahr 2011

Kommentar #5


Jugend.1.br.1
 Veröffentlicht am: 2010-12-31 14:38:54
Ursprünglich geschrieben von 08215:
Vor allem aber ist auch zu überlegen, ob man mit dem Eintrittsalter der Jungend mit 10 Jahren etwas ändert. Weil es ist oft schwierig, Kinder einen Anreiz zu geben, wenn sie beim Fussball- oder Musikverrein schon mit 6 Jahren mitwirken können.
Sicherlich wird es auch für die Zukunft unseres Führungspersonals (Kommando,Ausschuß wichtig werden, besondere Anreize zu finden, welche dazu veranlassen diese Positionen anzutretten.

[Modifiziert von 08215 am 2010-12-23 16:41:17]



Die Änderung des Eintrittsalter auf 10 Jahre war auf jedenfall positiv für die Feuerwehren. Probleme gab es vor der Änderung der Dienstanweisung, speziell beim Schema der Feuerwehrjugend-Laufbahn. Früher mussten die Kinder mit 10 Jahre lange warten bis sie sich ein Abzeichen holen konnten, heute ist das anders. Anreize glaube ich gibt es bei der Feuerwehr genug die die Kinder und Jugendlichen zu einer Mitgliedschaft bewegen könnte, ich sehe ehrer dass Problem bei unserer Vermarktung (siehe Öffentliche Auftritt und Vermarktung) in der Öffentlichkeit im Ort und in der Stadt. Bestes Beispiel ist für mich der Landesbewerb, auf der Jugendbahn wir die Öffentlichkeit fast zur Gänze ausgesperrt. In Ried zum Beispiel sind die Leute,von einem Zaun ausgesperrt worden (Famieleienmitglieder,...)! Heuer war es ein bisschen besser man konnte zumindest der Jugend auf der Bewerbsbahn 1 bis vieleicht 3 noch ordentlich zusehen. Jugend ist wichtig und speziell auch die Präsentation bei so einem Megaevent wie einem Landesbwerb, da kann man und soll man die Leute nicht aussperren. Hier bin ich auf den Bewerb in Andorf gespannt wie es hier Laufen wird.


Ich wünsche euch allen einen Guten Rutsch ins neue Jahr.

Kommentar #6


03217
 Veröffentlicht am: 2011-01-04 23:08:13
Um einer Feuerwehr den nötigen Personalnachwuchs zu sichern ist einerseits eine gute Feuerwehrjugendarbeit notwendig. Bei der aber auch auf die unterschiede der Jugendlichen rücksicht genommen wird. Andererseits muss aber auch eine Möglichkeit gefunden sein, Quereinsteigern eine Möglichkeit zu geben, an der Grundausbildung in der FF Teilzunehmen. Hier bedarf es schon viel Geschick in einer Feuerwehr wenn man neben fünf sechzehnjährigen auch noch ein 30 oder 40jährigen mit Auszubilden hat . Die Finanzierung eine Feuerwehrjugend schlägt sich in der Kasse der Feuerwehr nieder, aber dieses Geld ist sicher angelegt und sichert die Zukunft der Feuerwehr.

Bei der Ausblidung zum Feuerwehrmann steht das FLA als ein erstrebenswertes Ziel. Die Form des Landesbewerbs hat aber mit einer erfolgreichen Ausbildung nichts mehr zu tun. Ausbildung mit kompleter Schutzausrüstung(Helm , Stiefel, Schutzhandschuhe) FLA mit???(Traditionsspinne als Helm, Turnschuhe....) FLA soll als Leistungsprüfung auf Bezirksebene stattfinden und ein Qualifizierung zum Landesbewerb erfolgen.
[Modifiziert von 03217 am 2011-01-04 23:12:58]

Kommentar #7


09312
 Veröffentlicht am: 2011-01-06 13:47:43
Ich finde auch das die Jugendarbeit das wichtigste in einer Feuerwehr und auch die Personele Zukunft ist.
Meiner Meinung wird aber oftmals in die Falsche Richtung gearbeitet, das größte Augenmerk wird meistens auf die Bewerbe gerichtet, dabei solte man nicht vergessen das wir die Jugend spielerisch auf den aktiven Dienst vorbereiten sollen.
Die Bewerbe sind zwar wichtig sollte aber nicht an erster Stelle stehen.

Kommentar #8


05304
 Veröffentlicht am: 2011-01-24 21:07:28

Ist es wichtig 90.000 Mitglieder zu haben oder 40.000 Feuerwehrkräfte? Mir sind die 40.000 Feuerwehrkräfte wichtiger, weil mit diesen kann ich etwas bewegen und nicht "Mitgliedsbeiträge" kassieren oder "Karteileichen" für immer und ewig als Feuerwehrmitglied auf einer Liste stehen zu haben. Leider denkt die Politik und unser Kopf der Feuerwehr nicht so.

Kommentar #9


00411
 Veröffentlicht am: 2011-01-31 16:01:41
Es wäre gut, wenn man aus den Funkleistungsbewerben sowie FLA Gold den Wettbewerbscharakter entfernt (Reihung, Zeitgutpunkte usw.).
Das sollten Leistungsprüfungen sein.
Eventuell könnte man analog zu Lehrgängen einen "Prüfungserfolg" einführen (vorzüglich, usw.).

Kommentar #10


08215
 Veröffentlicht am: 2011-01-31 22:34:12
Ursprünglich geschrieben von 00411:
Es wäre gut, wenn man aus den Funkleistungsbewerben sowie FLA Gold den Wettbewerbscharakter entfernt (Reihung, Zeitgutpunkte usw.).
Das sollten Leistungsprüfungen sein.
Eventuell könnte man analog zu Lehrgängen einen "Prüfungserfolg" einführen (vorzüglich, usw.).


Ist dann der Ansporn für das Abzeichen noch gegeben, oder nimmt damit den Eiffer für den Erfolg weg?!

Kommentar #11


13516
 Veröffentlicht am: 2011-02-01 09:35:52
Ist dann der Ansporn für das Abzeichen noch gegeben, oder nimmt damit den Eiffer für den Erfolg weg?!


Ich finde auch, dass damit der eigentliche Anreiz für dieses Leistungsabzeichen abgeschafft würde, das wesentliche Element dort ist nun einmal der Wettbewerb.

Überlegenswert wäre es aber das Leistungsabzeichen auf Bezirksebene zu verlagern und den Landesbewerb von der Massenveranstaltung hin zu einem "Elite"-Bewerb zu entwickeln. Wenn zB nur die Besten 10 Gruppen eines jeden Bezirkes beim Landesbewerb antreten dürften, würde es diesen Bewerb für Zuschauer, Teilnehmer, Bewerter usw. wesentlich attraktiver machen. Zudem wäre der Ansporn der Gruppen sich für die besten 10 des Bezirkes zu qualifizieren noch höher, was auch die Bezirksbewerbe noch mehr aufwerten würde. Derzeit ist ja der unterschied zw. Bezirksbewerb und Abschnittsbewerb lediglich, dass alle Gruppen des Bezirkes (und nicht nur die des Abschnitts) in der "Heimwertung" aufscheinen.

Diese Verlagerung würde den Gruppen, die nur wegen des FLA zum Landesbewerb fahren, die meist sehr lange Anreise ersparen.

Kommentar #12


06310
 Veröffentlicht am: 2011-03-02 02:28:04
ich gebe 05304 komplett recht,

manchmal denke ich, dass es gewissen herrschaften wichtiger ist offiziell 90.000 mitglieder zu haben anstatt eine straffe ausbildung und ein hohes ausbildungsniveau in den vordergrund zu stellen. wenn man dann die grundlehrgangsteilnehmer oder die übungen der diversen ffs betrachtet muss man doch ersthaft überlegen ob wir ein traditionsverband sein wollen oder lieber doch eine starke einsatzorganisation, ich möchte wissen ob das rote kreuz auch mitglieder im stand lässt und somit als mitgleider behält wenn derjenige ein halbes jahr keine übung besucht oder nur dann kommt wenn er lust hat.
ich habe lieber eine löschgruppe mit 9 mann , wo ich weiß dass diese wissen was ein atrf oder ein wtrm zu tun hat, anstatt 20 mann die am einsatzort nicht einmal geräte vom fahrzeug holen können ohne nachzufragen wo das denn sei.
es gibt feuerwehren mit denen kann man stundenlang diskutieren warum ein hstr beim innenangriff sinnvoll ist oder dass man zu einem autobahneinsatz eben nur mit dem eingeteilten fzg ausrückt und nicht mit klf, mtf und allem was noch daheim herumsteht. dass es egal ist bei einer alarmstufe 2 ,3 ob eine fw vl 1km näher ist als die andere , sondern dass es auf ausrüstung und vor allem schlagkraft an kommt!!!......jeder lernt einmal im laufe des fw wesens ein taktikschema, und bei vielen fw ist es, als ob sie das nur für den grundlehrgang lernen und dann nie wieder was davon hören wollen, das kann ja nicht sein?


Kommentar #13


04129
 Veröffentlicht am: 2011-03-05 21:28:08
Neben der ganzen Jugendarbeit bzw. Mitgliederwerbung in der Jugend sollte die Mitgliederwerbung bei Erwachsenen nicht ausser Acht gelassen werden.

Bei Neuzugängen welche dem jugendlichen Alter bereits entwachsen sind, ist die Ausstiegsrate wesentlich geringer als bei der Altergruppe 16-2x Jahre.

Oftmals wissen "ältere" Erwachsene gar nicht das sie bei der Feuerwehr gefragt sind...


Kommentar #14


13302
 Veröffentlicht am: 2011-03-10 09:38:34
Löschgruppe ein Allheilmittel?

Seit Jahrzehnten (oder wesentlich länger, ich weiß es nicht) werden sämtliche Ausbildungskonzepte im Feuerwehrwesen erfolgreich auf Basis der Löschgruppe als kleinste selbständig einsetzbare taktische Einheit aufgebaut. Die Umstände im alltäglichen Einsatzgeschehen erfordern teilweise die Abarbeitung von Aufgaben in kleineren Einheiten (Stichwort Tageseinsatzbereitschaft). Ein beträchtlicher Anteil von Einsätzen wird heute schon durch Zusammenarbeit kleinerer Gruppen (aus verschiedenen Feuerwehren) erfolgreich bewältigt. Dieser Sachzwang des teilweisen Personalmangels sollte im Rahmen der Diskussion Feuerwehrzukunft berücksichtigt werden, damit in einem weiterentwickelten Ausbildungskonzept neben der klassischen Löschgruppe auch Platz für eine kleinere taktische Einheit geschaffen wird.

Walter Milacher, FF Bergern

Kommentar #15


01101
 Veröffentlicht am: 2011-03-13 07:52:55
Bei der Ausblidung zum Feuerwehrmann steht das FLA als ein erstrebenswertes Ziel. Die Form des Landesbewerbs hat aber mit einer erfolgreichen Ausbildung nichts mehr zu tun. Ausbildung mit kompleter Schutzausrüstung(Helm , Stiefel, Schutzhandschuhe) FLA mit???(Traditionsspinne als Helm, Turnschuhe....) FLA soll als Leistungsprüfung auf Bezirksebene stattfinden und ein Qualifizierung zum Landesbewerb erfolgen.

Ich kann diesen nur zustimmen FLA,egal ob Jugend oder Aktive, gehört in die Bezirke

Kommentar #16


06306
 Veröffentlicht am: 2011-03-17 17:16:50
Eine Meinung aus den Reihen unserer Feuerwehr zu diesem Themenbereich:

Ausbildung an der Landesfeuerwehrschule:
* Ausbildungsangebot am Abend einführen
* E-Learning (nicht für jeden Vortrag muss man in die Feuerwehrschule kommen)
* Lehrgänge als Module sehen (vgl. NÖ) - nicht einmal in jungen Jahren viele Lehrgänge und dann (nie) wieder Lehrgänge. Viele junge Kameraden machen einen Großteil der Lehrgänge weil es geht in jungen Jahren (bis 25), dann sehen sie die Feuerwehrschule länger nicht mehr. Im Hinblick auf laufendes Lernen ist das schlecht.
* Ausbildung in den Sommermonaten (Urlaubszeit).
* Nicht entschuldigtes Fernbleiben von Lehrgängen gehört sanktioniert. (Sperre udgl.)

Ausbildung Bewerbswesen:
* FLA Bewerbe komplett reformieren: FLA B/S überarbeiten und an THL (mit Gerätekunde Komponente) annähern, Wartezeiten einführen (sonst Alterseffekt wie vorhin erwähnt), derzeitiger Sprung von FLA B/S zu FLA Gold ist zu groß.
* Landesbewerb traditionell und Sportlich trennen (eigenen kleineren Sportbewerb einführen)!
* Jugendbewerb reformieren: THL Komponenten früh einfließen lassen, der Hindernislauf hat nur sehr geringen Wert für die Feuerwehrausbildung.

Kommunikation intern verbessern, näher an die Mitglieder kommen:
* Internet vermehrt für Mitgliederkommunikation nutzen. Derzeitiger Dienstweg großteils zu unflexibel
* Feuerwehrpass abschaffen. Ist nur eine doppelte Verwaltungsebene und wenn endlich SyBOS kommt ist auch das vorhandene Aktualitätsproblem gelöst.

Mitglieder"realität":
Laut Medienberichten gibt es in OÖ seit Jahren über 90.000 Feuerwehrmitglieder.
Rechnet man die Reservisten (17.861) und die Jugend (9.748) weg bleiben am Papier "65.122" Aktive über. Auch wenn diese Berechnung hinken mag, sollte bewusst gemacht werden, dass die Jugend und auch zum überwiegenden Teil die Reserve (altersbedingt, ohne jetzt deren Leistung zu vernachlässigen) nicht wirklich 1:1 mitgerechnet werden dürfen. Es gehört viel mehr erwähnt, dass in vielen Gebieten die Tagesalarmsicherheit ein großes Problem darstellt. Daher sind all diese Zehntausender-Zahlen relativ zu sehen und es sollte eigentlich in Zukunft die Mitgliederzahl in einem Atemzug mit der Tagesalarmsicherheit erwähnt werden (und wie man das lösen könnte).

Kommentar #17


00109
 Veröffentlicht am: 2011-04-14 09:13:21
Wie auch schon in anderen Beiträgen erwähnt, sollte eine Änderung bei den Kursen an der Landesfeuerwehrschule erfolgen:
Kurse am Wochenende bzw. ab Freitag Nachmittag wären von Vorteil. Die
Feuerwehrmitglieder leisten ein ganzes Jahr freiwillig und ohne
Bezahlung ihren Dienst. Warum muss dann auch noch Urlaub für Kurse geopfert werden? Funklehrgänge und Grundlehrgänge im Bezirk werden ja auch schon am Wochenende durchgeführt.
Es müssen mehr Plätze bei den Kursen an der OÖ.LFS geschaffen werden. Warum werden in den Sommermonaten keine Kurse abgehalten? Schüler hätten hier die Möglichkeit an Kursen teilzunehmen. Gerade die Jungen sind es, die sich
auch weiterbilden möchten.
Stolz wird bei den Abschnitts- bzw. Bezirkstagungen von den Erfolgen bei den Bewerben berichtet und es erfolgt immer wieder die Aufforderung mehr Leistungsabzeichen zu machen. Für manche Abzeichen (z. B. WLA Gold, FLA Gold) sind jedoch sehr hohe Kursvoraussetzungen erforderlich, die nur schwer von den Mitgliedern erfüllt werden können ("Platzmangel" an der LFS).
Eine weitere/stärkere Verlagerung der Ausbildung in die Bezirke bzw. Feuerwehr ist zu überdenken. Die Kosten für Kurse im Bezirk werden auf die Feuerwehren abgewälzt. Für Kurse an der LFS entstehen keine zusätzlichen Kosten für die Feuerwehr. Bei einer Verlagerung von Kursen in die Bezirke entsteht ein erheblicher Mehraufwand für die ehrenamtlichen Ausbildner im Bezirk.
Der Atemschutzlehrgang ist das beste Beispiel dafür. Die
Atemschutz-Grundausbildung in der eigenen Feuerwehr ist nicht schlecht, aber wo besteht schon die Möglichkeit, eine dementsprechende Heißausbildung durchzuführen? Selbst gebaute Brandcontainer können und dürfen nicht das Ziel sein, hier geht es um Menschenleben. Gasbefeuerte Container, wie in Bayern üblich, sollten auch bei uns flächendeckend zum Einsatz kommen.

Die richtige Schutzausrüstung ist ein eigenes Kapitel bei der
Grundausbildung. Beim FLA wird in der Sportwertung wieder alles verworfen,was man den jungen Feuerwehrmitgliedern in der Grundausbildung beizubringen versucht. Als Einsatzorganisation sollte man sich Gedanken machen, welchen Sinn das Ganze macht! Es wird nur mehr Wert auf Schnelligkeit gelegt und nicht mehr auf richtiges Arbeiten. Welchen Sinn macht es, wenn eine
Saugleitung beim Zu-Wasser-Lassen auseinander fällt? Im Einsatzfall wäre es fatal wenn die Saugleitung im Gewässer verschwindet!
Hier wäre es wesentlich sinnvoller, wenn man wieder Wert auf richtige Schutzbekleidung bzw. ordentliches Arbeiten legt. Ein Nassbewerb mit einer Zeitvorgabe ähnlich dem THL würde auf jeden Fall viel eher in diese (richtige) Richtung weisen als die Sportbewerbe, welche sich immer mehr von der Realität entfernen und mit Feuerwehrausbildung nicht mehr viel gemeinsam
haben.

Leistungsabzeichen sollten beim Bezirksbewerb erworben werden können. Die Landesbewerbe fordern zum einen den veranstaltenden Feuerwehren exorbitanten Zeit- und Arbeitsaufwand für Vorbereitung und Durchführung ab. Auch die veranstaltenden Gemeinden werden durch die Zur-Verfügung-Stellung von
Sportanlagen, Unterkünften, Bewirtung/Empfang der Ehrengäste etc. nicht unbeträchtlich belastet. Zum anderen bedeutet es für die teilnehmenden Feuerwehren hohe Anreisekosten, wenn jedes Mal in ein anderes Eck von Oberösterreich gefahren werden muss. Ganz zu schweigen von den langen Wartezeiten zwischen den einzelnen Wertungen bzw. zwischen Bewerb und Siegerehrung, welche bei solchen Monsterveranstaltungen zwangsläufig auftreten und sicherlich bei den jungen FW-Mitgliedern nicht gerade
motivierend für weitere Bewerbsteilnahmen sind.

Bei der Schutzausrüstung sollte eine einheitliche Richtlinie für
Oberösterreich verpflichtend sein. Warum gibt es keine Vorgabe vom Landesfeuerwehrverband, wie die Schutzausrüstung auszusehen hat? Eine Bezeichnung 'Modell Oberösterreich' würde es den Feuerwehren dann einfacher und sehr wahrscheinlich auch billiger machen, Bekleidung zu kaufen. Die Wirtschaft ist sehr erfinderisch, gekauft wird was gefällt.

Kommentar #18


lun.1.wl.1
 Veröffentlicht am: 2011-04-15 12:18:49
Ursprünglich geschrieben von 00411:
Es wäre gut, wenn man aus den Funkleistungsbewerben sowie FLA Gold den Wettbewerbscharakter entfernt (Reihung, Zeitgutpunkte usw.).
Das sollten Leistungsprüfungen sein.
Eventuell könnte man analog zu Lehrgängen einen "Prüfungserfolg" einführen (vorzüglich, usw.).


Grundsätzlich finde ich eine Reihung bei diesen Einzelbewerben schon sinnvoll, da hier auch eine relativ klare Wertung möglich ist. Und das eventuelle Erreichen einer guten Platzierung ist sicher ein guter Anreiz zu einer entsprechenden Vorbereitung.

Einen dringenden und wesentlichen Änderungsbedarf sehe ich jedoch bei der Art und Weise der Durchführung des Bewerbs. Ich begrüsse die gebündelte Durchführung als Landesbewerb jedoch muss der Termin endlich auf Samstag verschoben werden damit nicht Schülern die Teilnahme erschwert wird und alle Teilnehmer und Bewerter gezwungen sind auch dafür noch Urlaubstage zu opfern. Es fallen in der Laufbahn eines Feuerwehrmitgliedes ohnehin genügend Termine an welche ohne die Inanspruchnahme eines Urlaubstages nicht bewältigbar sind. Ich denke es gibt keine ausreichend wichtigen Argumente die rechtfertigen, dass hier hunderte Urlaubstage pro Bewerb "verbraten" werden müssen.

Kommentar #19


09419
 Veröffentlicht am: 2011-05-02 17:22:35
Wo liegen dabei die Schlüsselfragen?

- Vernünftige Vereinbarkeit von Familie, Beruf , Feuerwehr und „sonstiger“ Freizeit
- Anreize für die Übernahme von Führungsfunktionen schaffen zB. Anrechnung von Führungsfunktionen auf einen früheren abschlagsfreien Pensionsantritt.
- Tatsächliche Vorteile durch die Feuerwehrmitgliedschaft müssen spürbar sein.
- Keine leeren Versprechungen von Politikern vor Wahlen oder nach Katastrophen
- Konzentration auf die Kernaufgaben der Feuerwehr
- Aufrechterhaltung der Tagesalarmsicherheit

Welche Mittel könnten die Sicherung der Entwicklung unterstützen?

- Es wird aber immer schwieriger, durch die große Anzahl an Vereinen die Jugend für die Feuerwehr zu gewinnen. Man muss bereits in den frühen Kindesjahren anfangen, die Kinder für die Feuerwehr zu begeistern.
- Nur mit Dankesworten alleine werden die Feuerwehrmitglieder (vor allem die Führungskräfte) in Zukunft nicht mehr zu motivieren sein. Die Politik und Verwaltung muss sichtbare und fühlbare Verbesserungen (Kündigungsschutz, Dienstfreistellung usw.) durchsetzen.
- Gute Leute für Führungspositionen bekommt man nicht mehr umsonst. Anrechnung von gewissen Funktionen (z.B.: 5 Jahre Feuerwehrkommandant = 1 Jahr früher abschlagsfrei in Pension).
Teilzeit- bzw. Karenzierungsmöglichkeiten schaffen ohne dass die betreffende Führungsperson selbst finanzielle Einbußen hinnehmen muss.
- Abstimmung von Ausbildungsvoraussetzungen auf gewisse Funktionen (z.B.: ist es erforderlich für den Schriftführerlehrgang einen Gruppenkommandantenlehrgang nachweisen zu müssen).
- Feuerwehrdiensttauglichkeit nicht auf Verwaltungstätigkeiten anwenden.
- Berufsbegleitenden Aus- und Fortbildungsmöglichkeiten (Abend- und Wochenendkurse an der LFS)
- Überörtliche Zusammenarbeit forcieren (Übersiedelungen von Feuerwehrmitgliedern an die neue „Wohnsitzfeuerwehr“ melden) und dann gezielt auf neu zugezogene Feuerwehrmitglieder zugehen.

Welche guten Beispiele gibt es?
- Einpendelnde Feuerwehrmitglieder als „Gast- oder Leasingfeuerwehrmitglieder“ für Einätze im Arbeitsort begeistern. Positive Beispiele gibt es unter anderem in Rohrbach und Ried.

Kommentar #20


08215
 Veröffentlicht am: 2011-05-23 20:36:29
Es sollte auch sehr gut überlegt werden, wer in Zukunft die LKW´s der Feuerwehren lenken soll, wenn es keine Förderungen für den C-Führerschein gibt. Diese Führerscheingruppe wird immer weniger durch Kosten und Gesetzte für die Führerscheinklasse.

Kommentar #21



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