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Feuerwehrschule

Chronik

Vorgeschichte und Gründung der OÖLFS

Die Oö. Landes-Feuerwehrschule 1934
Das Gelände der Oö. Landes-Feuerwehrschule heute

Bereits 1892 wird die einheitliche Ausbildung als unabdingbar erkannt. Bisher gab es nur fallweise Zusammenkünfte und Übungen. 1898 erfolgt ein Beschluss des 29. Oö. Landes-Verbandstages, Chargenkurse in der Feuerwehrzentrale Linz im Jahr 1900 durchzuführen. Dazu kommt es nicht, weil der 0ö. Landtag keinen finanziellen Zuschuss gewährt. Jedoch konnten dann zur Jahrhundertwende bereits einzelne Kurse an verschiedenen Orten durchgeführt werden.

Am 28. September 1921 beginnt für 300 Teilnehmer der erste Landesfachkurs in Linz. Landesfachkurse werden nun regelmäßig durchgeführt.

Die 1919 erbaute und inzwischen aufgelassene Permanganatfabrik und fünf Joch Grund werden von der Bank für Oberösterreich und Salzburg zum Verkauf ausgeschrieben. Der Verband entschließt sich 1929 zum Kauf des gesamten Areals. Am 1. März wird der Kaufvertrag unterschrieben. Die erforderlichen Adaptierungen werden in einem Zeitraum von fünf Monaten durchgeführt.

Am 15.9.1929 erfolgt die feierliche Eröffnung der neuen Feuerwehrschule. Sie besteht aus einer großen Übungshalle, einem Geräteraum, einem Lehrsaal mit 45 Plätzen, einem Schlafsaal mit 40 Betten, einem großen und einem kleinen Sitzungssaal, einem Museum und verschiedenen Kanzleien und Wohnungen. Obwohl bereits Jahre vor der Eröffnung Landesfachkurse durchgeführt wurden, gilt das Eröffnungsdatum als Gründung der Oö. Landes-Feuerwehrschule. Ab diesem Tag finden regelmäßig Lehrgänge in einem Schulgebäude mit einer entsprechenden Infrastruktur, den erforderlichen Einrichtungen, Lehrmitteln, Ausrüstungen, Geräten, Fahrzeugen und dem erforderlichen hauptberuflichen Personal und Ausbildern des OÖLFV statt.

Der Ausbildungsbetrieb wird 1938 unterbrochen. Von 1939 bis 1944 erfolgt die Ausbildung der „Feuerschutzpolizei“ bis zum Unteroffiziersrang. Nach Kriegsende wird die Feuerwehrschule von US-Truppen besetzt. Es werden Wanderlehrgänge abgehalten. Am 21. September 1948 wird die Schule mit einem dreitägigen Maschinistenlehrgang wieder eröffnet und ist seither ununterbrochen in Betrieb.

1976 wurden die Grundlehrgänge und 1996 die Funklehrgänge in die Bezirke ausgelagert.

Das Lehrveranstaltungsangebot umfasst derzeit 86 verschiedene Lehrgänge, die zwischen einem und fünf Unterrichtstagen dauern. Sie sind so aufgebaut, dass in der verfügbaren Zeit, neben der Vermittlung der Lerninhalte im theoretischen Unterricht, das Gelernte auch in praktischen Ausbildungen gefestigt werden kann. Die Lehrgänge gliedern sich in Sachgebiete, die den Musterlehrplänen des ÖBFV entsprechen

2013 hatte die Oö.Landes-Feuerwehrschule 67 (von 86) verschiedene Lehrgänge im Angebot. In diesem Jahr haben sie 8.677 Feuerwehrleute besucht. Zusammen mit den in den Bezirken durchgeführten Lehrgängen waren es 11.421 Absolventen, darunter 474 Frauen.

Dieses umfangreiche Lehrveranstaltungsangebot in den verschiedenen Sachgebieten beruht darauf, dass die Einsatzarbeit bei den Bränden gefährlicher wird und die Zahl an vielfältigen Technischen Einsätzen steigt. Die Zunahme der Feuerwehraufgaben durch die fortschreitende Technisierung, ein immer größer werdendes Verkehrsaufkommen zu Land, in der Luft und auf dem Wasser, die Häufung von Gefahrenpotentialen in den Produktionen und Großlagern sowie die Naturkatastrophen erfordern geeignete Geräte und moderne Fahrzeuge als Mittel zur raschen und zielführenden Einsatzbewältigung. Gleichzeitig werden höhere Anforderungen an die Mannschaften und Führungskräfte gestellt. Diese Situation erfordert einen adäquaten Ausbildungsaufwand. Die Bereitschaft zur Ausbildung ist nicht nur in den Feuerwehren gewachsen, sie wird auch durch steigende Nachfrage an Lehrveranstaltungsplätzen deutlich und hat eine ständige Vergrößerung und Erweiterung des Lehrgangsprogrammes bewirkt.

Das Ausbildungsangebot wird voll angenommen. Es gibt gute Rückmeldungen und es fließen wie im noch jungen Leitbild unserer LFS erkannte Poteztiale auch im kontinuierlichen Verbesserungsprozess im Rahmen des Qualitätsmanagements ein.

Seit der Wiedereröffnung der OÖLFS nach dem Zweiten Weltkrieg 1948 haben 296.000 Feuerwehrmitglieder vom Lehrveranstaltungsangebot (ohne Außenlehrgänge in den Bezirken wie Grund- und Funklehrgänge, Stichtag 31.12.2013) Gebrauch gemacht. Im Herbst 2014 wird der 300.000ste Teilnehmer erwartet.