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Vertrauen in die österreichische Feuerwehrspitze: ÖBFV-Präsidenten beim Bundesfeuerwehrtag in Kapfenberg für weitere fünf Jahre bestätigt

Das österreichische Feuerwehrwesen ist sich einig: Der Wahlvorschlag für die Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes wurde von den 97 Delegierten beim 21. Bundesfeuerwehrtag in Kapfenberg bestätigt. Das bisherige Führungsquartett mit Präsident Albert Kern und den drei Vizepräsidenten an der Spitze, wird auch in den nächsten fünf Jahren - in der 18. Funktionsperiode - die rund 340.000 Feuerwehrmitglieder Österreichs vertreten.

Jeder Landesfeuerwehrverband sowie die sechs Berufsfeuerwehren entsenden alle fünf Jahre Delegierte zum Bundesfeuerwehrtag, der aus einem öffentlichen und einem nicht-öffentlichen Teil besteht. Nach dem Bericht von Feuerwehrpräsident Albert Kern über die vergangene 17. Funktionsperiode, die im Jahr 2012 mit der Wahl Kerns und seiner drei Stellvertreter begonnen hatte, informierten auch die Fachausschussvorsitzenden der Freiwilligen Feuerwehren, der Betriebsfeuerwehren und der Berufsfeuerwehren über ihre Tätigkeiten. Dabei wurde auch ein Blick auf kommende Herausforderungen geworfen. Im nicht-öffentlichen Teil, der am Nachmittag stattfand, wurden der Finanzbericht von den Delegierten zum Bundesfeuerwehrtag einstimmig angenommen sowie der Präsident und die drei Vizepräsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes gewählt.

Fachausschüsse tagten

Bereits Freitagnachmittag, im Vorfeld zum 21. Bundesfeuerwehrtag, tagten die drei Fachausschüsse des ÖBFV (Freiwillige Feuerwehren, Betriebsfeuerwehren und Berufsfeuerwehren). Im Rahmen dieser Sitzungen wurden die Vorsitzenden der Fachausschüsse des ÖBFV neu gewählt bzw. bestätigt. Den Fachausschuss Betriebsfeuerwehren führt nun Thomas Docekal (NÖ), der mit seiner Wahl die Nachfolge von Johann Rernböck antritt. Rernböck stellte sich keiner Neuwahl und wurde im öffentlichen Teil des Bundesfeuerwehrtages zum Ehrenbundesfeuerwehrrat ernannt. Die Beschlussfassung von den 97 Delegierten erfolgte hierzu einstimmig. Docekals bisherige Funktion als Stellvertreter wird Jürgen Grubmüller (VBG) übernehmen. Dieser wurde Freitagnachmittag dazu gewählt.

Die bisherigen Vorsitzenden des Fachausschusses Freiwillige Feuerwehren, Peter Hölzl (TIROL) und Robert Mayer als Stellvertreter (OÖ), wurden ebenfalls bestätigt. Beide übernehmen die Aufgabe weiterhin. Ebenso wird der Fachausschuss Berufsfeuerwehren weiterhin von Branddirektor Gerald Hillinger (BF Wien) geleitet.

Großes Vertrauen in die österreichische Feuerwehrspitze

Im österreichischen Feuerwehrwesen wird auf Kontinuität gesetzt. Feuerwehrpräsident Albert Kern (Steiermark) sowie die Vizepräsidenten DI Dr. Gerald Hillinger (Wien), Ing. Franz Humer, MSc. (Oberösterreich) und Armin Blutsch (Niederösterreich) wurden von den 97 Delegierten in ihren Funktionen eindrucksvoll bestätigt. Die wiedergewählte Feuerwehrspitze bedankte sich gemeinsam für das entgegengebrachte Vertrauen und die große Zustimmung. „Der Erfolg für das Gelingen eines Vorhabens gehört niemandem alleine. Viele kleine und große Rädchen tragen dazu bei. Jedes einzelne dieser Rädchen hat eine wichtige Aufgabe zu erfüllen. Jedes einzelne Feuerwehrmitglied trägt dazu bei, aus dem österreichischen Feuerwehrwesen das zu machen, was es ist: Ein gut funktionierendes System und Netzwerk, das maßgeblich zu einem sicheren Österreich beiträgt und uns zu Katastrophenschützern Nr. 1 macht“, so Präsident Kern in seiner Ansprache.

Steiermarks Landeshauptmann-Stellvertreter Mag. Michael Schickhofer, gleichzeitig auch Feuerwehr- und Katastrophenschutzreferent in der Steiermark sowie Landesrat Johann Seitinger – in Vertretung von Landeshautmann Hermann Schützenhöfer – dankten den Repräsentanten des nationalen Feuerwehrwesens für das außerordentliche Engagement im Bereich der Sicherheitsarchitektur in Österreich und gratulierten Albert Kern, der auch Landesfeuerwehrkommandant der Steiermark ist, sowie seinen drei Vizepräsidenten zur hervorragenden Führung des Bundesfeuerwehrverbandes.

18. Funktionsperiode gestartet

Nach einem kurzen Ausblick auf die nächsten fünf Jahre startete das Präsidium des ÖBFV mit seinen Funktionären und Gremien aus allen österreichischen Bundesländern in die mittlerweile 18. Funktionsperiode: „Tagesaktuelle Entwicklungen, der Wandel in der Gesellschaft sowie die unterschiedlichsten Entwicklungen in der digitalen Welt, neue Herausforderungen bei Einsätzen aller Art sowie administrative Veränderungen haben uns alle gefordert. Die rasante Weiterentwicklung in so vielen Bereichen wird auch jetzt nicht stehen bleiben, ganz im Gegenteil. Wir dürfen uns als Feuerwehr neuen Herausforderungen nicht verweigern. Wir müssen stets am Ball bleiben und die Zeichen der Zeit deuten. Ich bin der festen Überzeugung, dass durch eine ständige Aufmerksamkeit, durch die gezielte und umsichtige Abwägung unserer Handlungen und durch eine grundsätzliche Offenheit gegenüber Neuem das Feuerwehrsystem in Österreich auch in Zukunft ein stabiler und verlässlicher Faktor sein wird, von dem noch viele Generationen – innerhalb und außerhalb unserer Organisation – profitieren werden.“

Bundesfeuerwehrtag: Das höchste Gremium der Feuerwehr

Der Bundesfeuerwehrtag ist das höchste Gremium des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes. Der Bundesfeuerwehrtag tritt mindestens zum Ende der Funktionsperiode auf Einberufung des Präsidenten zusammen. Die Hauptaufgabe des Bundesfeuerwehrtages ist die Entgegennahme der Berichte des Präsidiums sowie der Fachausschüsse über die Tätigkeit der abgelaufenen Funktionsperiode.
Darüber hinaus wählt der Bundesfeuerwehrtag den Präsidenten und die drei Vizepräsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes bzw. legt die Satzung des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes fest.

Der Präsident und die Vizepräsidenten im Überblick:


Präsident Albert KERN
Im März 1972, zwei Monate vor seinem 15. Geburtstag, trat der Südsteirer in seiner Heimatgemeinde Hainsdorf-Brunnsee im südsteirischen Bezirk Radkersburg (jetzt Südoststeiermark) der Freiwilligen Feuerwehr bei. Bereits in jungen Jahren begann die Karriere des heute 60-Jährigen, der im Feuerwehrbereich Radkersburg bereits 1995 zum Bezirksfeuerwehrkommandanten gewählt wurde.
Der Leitung des Landesfeuerwehrkommandos Steiermark gehört Albert Kern seit 17 Jahren an. 2000 wurde Kern zum stellvertretenden Landesfeuerwehrkommandanten gewählt. Bereits nach einer Amtsperiode wählten ihn seine steirischen Feuerwehrkameraden zum Landesfeuerwehrkommandanten – jenes Amt, das er bis heute bekleidet und in dem er erfolgreich den rund 50.000 steirischen Feuerwehrmännern und -frauen mit Rat und Tat zur Seite steht. Im September 2012 wurde Albert Kern erstmals zum Präsidenten des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes gewählt.

Vizepräsident DI Dr. Gerald HILLINGER

Gerald Hillinger ist in Salzburg geboren und aufgewachsen, hat in den 1980er Jahren das Studium der Technischen Chemie an der TU Wien absolviert und 1991 sein Doktorat abgeschlossen. 1993 stieg er in die Offiziersausbildung bei der Berufsfeuerwehr Wien ein. Zehn Jahre später wurde er Sektionsleiter der Brandschutzsektion I (Zentralfeuerwache) und im Jahr 2004 zum Geschäftsgruppenleiter für Personal und Organisation in der Berufsfeuerwehr Wien. Zwei Jahre später wurde er stellvertretender Branddirektor von Wien und im Jahre 2009 schließlich zum Branddirektor bestellt. Seit 2009 ist Hillinger auch als Vizepräsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes - als Vertreter der Berufsfeuerwehren - ein Garant für die Zusammenarbeit sowie für das gegenseitige Verständnis und das Miteinander der unterschiedlichen Feuerwehren.

Vizepräsident Armin BLUTSCH
Nachdem er im Jahr 1973 der Freiwilligen Feuerwehr Amstetten (Niederösterreich) beigetreten ist, hat sich Blutsch immer mehr mit der Feuerwehr identifiziert. So war und ist es kein Zufall, dass er Verantwortung für dieses ehrenamtliche System und für seine Mitglieder übernommen hat. Seit 1996 ist der Niederösterreicher Feuerwehrkommandant und gleichzeitig auch Bezirksfeuerwehrkommandant von Amstetten. Dies war auch der Beginn seiner Mitarbeit auf Bundesebene. Seit 2006 führt er die Funktion des Landesfeuerwehrkommandanten-Stellvertreters von Niederösterreich aus, 2012 wurde er in das ÖBFV-Präsidium gewählt.

Vizepräsident Ing. Franz HUMER, MSc.
Bereits mit 13 Jahren trat Franz Humer, der 1961 in Wels geboren wurde, der Feuerwehrjugend bei. Als gelernter Nachrichtentechniker übernahm er nach seiner Ausbildung zum Berufsfeuerwehroffizier im Jahr 1998 das Kommando über die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Wels. Als langjähriger Mitarbeiter in vielen Gremien und als engagierter Referatsleiter seit dem Jahr 2003 wurde Franz Humer im Jahr 2008 in das Amt des Vizepräsidenten gewählt und setzt seine Arbeit mit der heutigen Wiederwahl erfolgreich fort.


Der Bericht über die vergangene Funktionsperiode ist unter folgendem Link abzurufen:
https://issuu.com/feuerwehr/docs/fp-bericht_oebfv_2017

Quelle: ÖBFV
Fotos: Mathias Seyfert | FEUERWEHR.AT, Franz Fink/LFV Stmk